Das Wichtigste in Kürze
- Ein Landwirt ist angeklagt worden, weil er seine Kühe vernachlässigt haben soll
- Er ist sich aber keiner Schuld bewusst
- Da auch das Bezirksgericht Hinwil bei weitem nicht alle Beschuldigungen als erwiesen ansah, reduzierte es die beantragte Strafe deutlich
Die Liste der Vorwürfe an einen Bauern, der sich am Montag vor einer Einzelrichterin am Bezirksgericht Hinwil verantworten musste, war lang. Der schwerwiegendste dabei: Der heute 65-Jährige habe seine über zwei Dutzend Kühen so schlecht gepflegt, dass nach einer Kontrolle durch das Veterinäramt das eine Tier sofort eingeschläfert werden musste und drei weitere nach ihrer Beschlagnahmung und Einlieferung ins Tierspital. Alle vier Kühe hatten unter Lahmheit gelitten, ausgelöst durch mangelhafte Klauenpflege – eine gesundheitliche Beeinträchtigung, die «erhebliche Schmerzen» verursacht habe.
Doch die Anklage listet noch eine Reihe weiterer Vorfälle auf, die sich zwischen Ende 2016 und dem Sommer 2018 auf dem Hof des Landwirts im Bezirk Hinwil ereignet haben sollen. So seien unter anderem einige der Kühe schlecht ernährt gewesen, auf der Weide und im Stall hätten sich «verletzungsgefährdende Gegenstände und Abfall» befunden, es habe zu wenig Einstreu im Stall gehabt, der Tränkeautomat sei nicht sauber gewesen und die Bestandliste nicht sauber geführt.
5000 Franken Busse gefordert

