Das Wichtigste in Kürze
- Ein Rumänen-Duo nutzte Verpflegungs-Automaten als «Geldautomaten»
- Dafür erhielten die zwei Diebe bedingte Strafen, verbunden mit einem Rauswurf aus der Schweiz
- Für die geschädigte Firma gab es am Prozess noch einen Gratistipp
Zwischen dem Oktober 2018 und dem Februar 2019 waren in gegen 60 Selecta-Automaten und Lavazza-Kaffeeautomaten in verschiedenen Kantonen der Schweiz die Geldkassetten leer. Nicht, weil das Geld bei den regelmässigen Besuchen von Mitarbeitern der Betreiberfirma mitgenommen wurde, sondern weil sich vorerst Unbekannte an den Selbstbedienungsstellen auch in finanzieller Hinsicht gleicht selbst bedienten. Bis man dann eines Nachts, nach einer weiteren Leerung eines Automaten am Bahnhof Fischenthal, den Geldbezügern auf die Schliche kam.
Ohne Krafteinsatz ans Geld gekommen
Es handelte sich um zwei Rumänen. Wie die Abklärungen der Polizei zeigten, hatten sie sich nicht etwa mit viel Kraft und einem Brecheisen Zugang zu den Geldkassetten in den Automaten beschafft, sondern auf viel einfachere und vor allem geräuschlose Art: Der jüngere der Rumänen, ein heute 32-Jähriger, hatte nämlich extra für die Diebstähle Spezialschlüssel hergestellt. Auf diese Art kam das Duo, zeitweise noch mithilfe eines dritten Täters, jeweils problemlos an das Münzfach heran und gelangte so zu insgesamt ein paar tausend Franken, wie die Anklageschrift zu dem Fall aufführt. Allerdings entstand trotz der sehr sanften Methode ein Sachschaden von über 3800 Franken.

