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Blaulicht

Kredithai zockt Ausländer ab

Ein Kosovare hat Landsleuten mit Krediten aus der finanziellen Klemme geholfen, dafür aber horrende Zinsen verlangt. Nun wurde er verurteilt und muss Kosten von über 60'000 Franken begleichen.

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein in der Region wohnhafter Kosovare wurde in Uster wegen des selten eingeklagten Tatbestands des Wuchers verurteilt
  • Der Mann hatte privat Kredite vermittelt
  • Dass er dafür völlig überrissene Zinsen verlangte, sei ihm nicht bewusst gewesen
     

«Kredithai». Ein Begriff, der früher noch recht verbreitet war. Heute, im streng regulierten Finanzgeschäft, gibt es solche Leute, die Geld zu Wucherzinsen vermitteln, kaum mehr – ausser im privaten Bereich, wie einer der sehr seltenen Fälle zeigte, der kürzlich vor dem Bezirksgericht Uster landete.

Zinsen höher als Kreditbetrag

Erschienen vor den Richtern war ein in der Region wohnhafter Kosovare. Er hatte zwischen 2015 und 2016 an 36 Ausländer, meist Landsleute, einen Kredit vermittelt. Einen Kredit, bei dem der Zins «in einem klaren Missverhältnis» zum verliehenen Betrag stand, wie es in der Anklageschrift heisst.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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