Es gibt Geschichten, die glaubt man kaum – ausser sie entstammen einer glaubwürdigen Quelle. Im vorliegenden Fall ist diese Quelle die regionale Staatsanwaltschaft, die kürzlich einen Strafbefehl zu einem ungewöhnlichen Ereignis erlassen hat.
Provokationen auf beiden Seiten
Es geht ums Fussballspielen, genauer gesagt um einen Plauschmatch, der eines Nachmittags im Sommer 2018 auf einem Fussballplatz im Bezirk Uster ausgetragen wurde. Ein Mann in den Fünfzigern und von Beruf Zahnarzt, sein kleiner Sohn und ein knapp sechsjähriger Kindergartenkollege des Sohnes waren zusammen am Kicken. Die Aufstellung: Der Sohn stand im Goal, während sein Gspänli und der Erwachsene als Feldspieler gegeneinander antraten.
Das Spiel nahm dann sonderbare Züge an. So hatte sich der Kindergartenkollege laut der Schilderung im Strafbefehl «immer wieder auf den Boden geworfen». Dies nervte offenbar den Mann, der begann, den Buben «verbal zu provozieren und zu beleidigen». So betitelte er das Kind unter anderem als «Weichei» und sagte ihm, «er benötige ja noch einen Nuggi und müsse zurück in die Spielgruppe gehen».
An Haaren fünf Meter weit getragen

