Weil er in einer finanziellen «Notsituation» gewesen sei, habe er sein Auto gegen eine Entschädigung vorübergehend einem anderen überlassen, sagte ein im Zürcher Oberland wohnhafter Deutscher, der sich vor ein paar Tagen vor einem Einzelrichter am Bezirksgericht Pfäffikon verantworten musste.
Das Ganze sei ein Geschäft gewesen, «das mir so etwas wie angeboten worden ist», formulierte es der heute arbeitsunfähige, zuvor im Finanzbusiness tätig gewesene Mann, ohne auf Details einzugehen.
Auto im Wert von 95‘000 Franken
Die Staatsanwaltschaft stufte dieses Geschäft allerdings als etwas anderes ein, nämlich als eine Veruntreuung. Der Deutsche habe im Sommer 2014 über eine Bank einen Porsche 997 Turbo im Wert von über 95‘000 Franken geleast.
Ein paar Monate später, so die Anklage, habe der Mann «den ihm gemäss Vertrag bekanntermassen lediglich zum Gebrauch überlassenen» Wagen dann ohne Einwilligung der Bank auf eigene Rechnung verkaufen wollen. So wechselte das Luxusfahrzeug schliesslich in Deutschland den Besitzer; der «Verkäufer» erhielt dafür einen 5er-BMW und 20‘000 Euro in bar.

