Das Wichtigste in Kürze
- Ein Serbe war Stammkunde im Betreibungsamt
- Dabei verheimlichte er, dass er sehr wohl über Geld verfügte
- Für dieses betrügerische Verhalten muss er nun ins Gefängnis
Gegen 40 Seiten einer Anklageschrift füllen die Schilderung der Taten – und das, obwohl für einen Teil der Beschreibungen die kleinstmögliche Schrift und, damit man überhaupt noch eine Übersicht hat, eine tabellarische Darstellung gewählt wurden. Taten, die ein im Bezirk Hinwil wohnhafter Serbe zwischen 2012 und 2017 mehrheitlich im Wetzikon begangen hatte. Kürzlich musste er sich dafür vor dem Bezirksgericht Hinwil verantworten.
Hunderttausende Franken Einnahmen verschwiegen
Dem heute 33-Jährigen wurde primär Pfändungsbetrug vorgeworfen. Das heisst, gegen den Mann liefen reihenweise Betreibungen, und das Betreibungsamt stellte Verlustscheinen über den Gesamtbetrag von mehr als 400‘000 Franken aus. Dies, weil der Mann jeweils sagte, er habe kein Vermögen und lediglich ein paar hundert Franken Einkommen, und man könne bei ihm auch nichts pfänden. Das stimmte jedoch nicht, denn der Serbe betätigte sich im Autohandel und nahm dabei über 760‘000 Franken ein. Geld, von dem seine Gläubiger – von der Krankenkasse über die Steuerverwaltung Basel-Stadt bis zur Landi Bachtel – praktisch nichts sahen.

