Jung, Fahrer eines sehr sportlichen BMWs und aus dem Balkan stammend: Der Mann, der sich vor ein paar Tagen vor einem Einzelrichter am Bezirksgericht Pfäffikon verantworten musste, entsprach nur schon mit diesen Merkmalen dem klassischen Bild, das hierzulande in Bezug auf gröbere Verkehrssünder weit verbreitet ist. Aber auch seine Taten passen zum Machoverhalten, das Fachleute oft bei solchen Autofahrern ausmachen.
«Schnellstart» aus der Tankstelle
So wurde dem 25-jährigen, im Zürcher Oberland wohnhaften Mazedonier vorgeworfen, an einem späten Nachmittag im Sommer 2017 bei der Ausfahrt aus einer Tankstelle in Effretikon nicht nur derart beschleunigt zu haben, «dass die Reifen quietschten», sondern vor allem auch, dass das Heck seines BMWs ausbrach. Der Wagen ist dabei laut Anklage mehr als einmal auf die Gegenfahrbahn gelangt und brachte dadurch die Insassen eines entgegenkommenden Autos «in erhebliche Gefahr».
«Es war ein kleines Missgeschick.»
Der Beschuldigte zur Schleuderfahrt aus der Effretiker Tankstelle
Ferner soll der Mazedonier eines Nachts im Sommer 2018 in Dübendorf innerorts massiv zu schnell unterwegs gewesen sein und dabei absichtlich den Motor laut aufheulen lassen. Die Anklage, die sich auf die Resultate einer Lasermessung der Polizei stützt, spricht von netto 30 km/h zu viel im 50er-Bereich. Und letztlich kam es Anfang dieses Jahres noch zu einem Hausfriedensbruch in einem Effretiker Geschäftshaus.

