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Blaulicht

Therapie statt Gefängnis für Angeklagten

Ein junger Mann, der Mädchen mit Nacktbildern unter Druck gesetzt hat, muss eine Therapie absolvieren. Zu diesem Zweck schob das Bezirksgericht Pfäffikon eine über zweijährige Freiheitsstrafe auf.

Weshalb er sich denn so auf Mädchen fixiert habe, die sich nackt präsentieren oder in sexuelle Handlungen verwickelt sind? «Das ist für mich eine relativ schwierige Frage», antwortete der Mann, der sich am Montagnachmittag vor Bezirksgericht Pfäffikon verantworten musste auf eine Frage der vorsitzenden Richterin. Er habe halt schon früh damit begonnen, solche Bilder zu konsumieren, und dann «wurde es fast zu einem Automatismus». Ein Automatismus, «aus dem ich rauskommen wollte», weshalb er auch froh gewesen sei, dass seine Taten aufflogen.

«Es wurde fast zu einem Automatismus»
Der Beschuldigte, weshalb er immer wieder
Bilder nackter Mädchen konsumierte

Nacktbilder verlangt – und erhalten

Seine Taten: das sind eine Reihe von zwischen 2012 und 2017 verübten Delikten, bei denen allen Mädchen im Zentrum stehen. So bat der heute 26-Jährige von seinem Wohnort im Bezirk Pfäffikon über Facebook-Messenger eine damals 12- bis 13-Jährige aus Deutschland mehrmals, sich im Intimbereich zu berühren, dabei Fotos zu machen und ihm die Bilder zu senden – und sie tat es und schickte ihm zehn Aufnahmen. Später forderte der Oberländer weitere Fotos, «ansonsten er die sich bereits in seinem Besitz befindlichen Nacktbilder von ihr im Internet veröffentlichen würde», wie es in der Anklageschrift geschildert wird. Mit dieser Forderung  nach Bildern hatte er dann aber keinen Erfolg.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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