«Ich will unbedingt gesund werden. Das soll nie mehr passieren.» Was der psychisch Kranke, der am Donnerstag als Angeklagter vor dem Bezirksgericht Uster sass, mit «das» meinte, füllt eine mehrseitige Anklageschrift.
«Stirb, stirb»
Sieben Vorfälle, die sich alle im Spätsommer 2018 ereigneten, führt die Anklage auf. Dreimal war das Opfer ein Nachbar des im Glatttal wohnhaften Serben. Ein Nachbar, dem der Beschuldigte gedroht haben soll, er werde ihm «Zähne herausschlagen oder Knochen brechen» oder ein Messer in den Rücken stechen. Dazu kam es zwar nicht, aber bei einer Begegnung der beiden versetzte der Serbe dem Nachbarn zwei Schläge. Ebenfalls einen Schlag erhielt ein Mann, der den Beschuldigten zurechtwies, nachdem er mehrfach auf den Boden gespuckt hatte.
«Ein Realitätsbezug war nicht mehr vorhanden.»
Die Gutachterin zum Zustand des Beschuldigten in der Tatperiode
Im Weiteren beleidigte und bedrohte der heute 27-Jährige laut Anklage in der S-Bahn nach Schwerzenbach spätabends eine junge Frau, der er hinterherlief und «stirb, stirb» sagte. Nachdem er dann festgenommen wurde, randalierte er im Polizeigefängnis und schlug später in einer psychiatrischen Klinik einen Pfleger und bedrohte ihn und seine Kollegen mit dem Tod.

