Es gibt Firmen, die haben ein recht kurzes Leben. Zum Beispiel die von einem Kosovaren im Zürcher Oberland gegründete Aktiengesellschaft in der Elektrobranche. Ende 2009 hatte der Mann als alleiniges Verwaltungsratsmitglied die AG aus der Taufe gehoben.
Keine vier Jahre später eröffnete das zuständige Regionalgericht den Konkurs über das Unternehmen, drei Monate danach wurde der Konkurs mangels Aktiven eingestellt.
Wissen über Vorschriften fehlte
Ein Ende, das früher und mit einer weniger hohen Vermögensvernichtung hätte herbeigeführt werden können, wie kürzlich abgeschlossene Abklärungen der Staatsanwaltschaft See/Oberland in Uster zu dem Fall zeigen. Bei der Konkurseröffnung hatte die Firma eine Überschuldung von mehr als 66‘000 Franken aufgewiesen.
Dass sein Unternehmen tief ins Minus gerutscht war, das hätte der Gründer gemäss Angaben in einem Strafbefehl der Staatsanwaltschaft «schon länger» erkennen müssen, spätestens aber, als ihm die Betreibung eines Kabellieferanten über den Betrag von 6500 Franken ins Haus flatterte.

