Es existiert kaum mehr ein Lebensbereich, der von der Digitalisierung ausgeschlossen ist, erst recht nicht das Verbrechen. Deshalb gibt es zur Verfolgung solcher Straftaten seit einiger Zeit in Zürich spezialisierte Staatsanwälte.
Neu auch im Zürcher Oberland – und der regionale Cybercrime-Staatsanwalt hat schon in seinem ersten Jahr alle Hände voll zu tun.
Web als «Spiegel der Gesellschaft»
Der für Cybercrime zuständige und bei der der Staatsanwaltschaft See/Oberland in Uster eingesetzte Strafverfolger heisst Marcel Horlacher. Er habe sich schon immer für Informationstechnologie (IT) interessiert, sagt der Jurist, der bereits zuvor als allgemeiner Staatsanwalt tätig war, zu seinen Beweggründen, sich für die neue Stelle zu melden. Auch sei er fasziniert vom Medium Internet, das für die meisten Cybercrime-Taten verwendet wird. Dem «Internet als Spiegel unserer Gesellschaft, wo sich im Schatten der vermeintlichen Anonymität menschliche Abgründe manifestieren, von Kinderpornografie bis Terrorpropaganda. Zwischen Ideologien, Hass und Hoffnung treffen sich aber auch schlicht Angebot und Nachfrage für alles, was handelbar ist.»
Viele Betrüge

