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Blaulicht

Anbieten von Glücksspiel wurde zum schlechten Deal

Seine Naivität kostet den Betreiber einer Oberländer Bar 15‘000 Franken. Der Mann liess in seinem Lokal Glücksspiele zu, will aber nicht gewusst haben, dass das illegal ist.

Das Ganze tönt wie ein Märchen, soll sich gemäss dem Hauptdarsteller dieser Geschichte, dem Geschäftsführer einer Bar, aber genau so abgespielt haben. Also: Es war einmal eine Bar im Zürcher Oberland, die vor allem von Italienern frequentiert wurde. Eines Tages betrat ein Unbekannter, der sich als von Österreich kommend vorstellte, das Lokal. Er trank etwas und fragte dann den Chef, ob er hier ein paar Computer zur Unterhaltung der Gäste aufstellen dürfe. Der Chef sagte «ja», und so standen bald drei PCs in der Bar.

20 Prozent zum Behalten

Wollte nun ein Gast eine der Workstations und dort vor allem den Zugang ins Internet nutzen, musste er zuerst einen mit dem Computer verbundenen Noten- und Münzautomaten füttern. Damit dieser Automat nicht überquoll, kam der Österreicher jeden Monat einmal vorbei, leerte das Geldfach, gab dem Chef der Bar 20 Prozent des Inhalts und nahm den Rest mit. Der Inhalt, das waren laut dem Chef in 7 Monaten etwa 4000 Franken.

Bei Razzia flog die Sache auf

Das Problem an diesem System: Über den Internetzugang am PC suchten die Gäste nicht etwa Zugverbindungen heraus oder lasen die NZZ online, sondern sie interessierten sich für Dinge namens Babylon Treasure, Vegas Hot, Joker Poker, Turbo Play oder American Roulette. Auf Deutsch: Glücksspiele. Und den Zugang zu solchen in einem Lokal anzubieten, das keine konzessionierte Spielbank ist, das ist verboten, wie Polizisten bei zwei Razzien dem Barchef klar machten.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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