Fast zwölf Jahre lang, bis die Sache im Frühling 2017 aufflog, hatte ein Zürcher Oberländer im Internet Kinderpornobilder gesucht und heruntergeladen. Wie die Polizei und die Staatsanwaltschaft später akribisch eruierten, hatte der Mann 121‘495 Fotos und 1318 Videos aus dem Web kopiert und gespeichert. Das Material zeigte nackte Kinder, die zum Teil auch in sexuelle Handlungen verwickelt waren. Auf einem Dutzend weiterer Dateien waren sexuelle Handlungen mit Tieren zu sehen.
Ein paar der Bilder in einem Chat verbreitet
In Einzelfällen – die zuständige Staatsanwältin spricht von «weniger als zehn Mal» – verbreitete der Mann kinderpornografisches Material, das er gefunden hatte, im Internet weiter. Dies, indem er die Bilder in einen Chatraum mit dem recht eindeutigen Namen «pedo» stellte.
Gesammeltes Material kaum angeschaut
Weshalb er so viele Bilder aus dem Internet kopierte und dabei «öfters ein schlechtes Gewissen hatte», kann sich der heute 48-Jährige nicht mehr so recht erklären. Am Prozess gegen ihn, der vor ein paar Tagen vor einem Einzelrichter am Bezirksgericht Pfäffikon stattfand, sagte er, dass ihn die Bilder erregt hätten und er sich wohl aufgrund seines «Sammlerinstinktes» eine derart umfangreiche Kollektion angelegt hatte.

