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Blaulicht

Neues Konzept garantiert Rettung auch im tiefsten Wald

Unfälle beim Holzen passieren oft an Orten, die ebenso schwierig lokalisierbar wie zugänglich sind. Ein neues Rettungskonzept für den grossen Tössstock-Wald soll dem entgegenwirken. Ein erster Test verlief erfolgreich.

Das Gebiet ist gross, sehr gross, nämlich etwa 8 Millionen Quadratmeter; das Gelände dort hügelig und steil; es hat imposante Felswände und tiefe Tobel; die wenigen Strässchen, die es gibt, sind schmal; Handyempfang ist an den meisten Stellen ein Fremdwort. Kurz: Wer im Tössstock-Wald verunfallt, der kann nicht mit einer schnellen und unkomplizierten Rettung rechnen. Das ist vor allem fatal, wenn hier einem Forstwart etwas passiert, denn bei solchen Ereignissen ist meist mit sehr schweren Verletzungen zu rechnen, weshalb rasche Hilfe zentral ist.

Schon mehrere Unfälle

Dieser Missstand wurde schon vor über zehn Jahren erkannt, und so entwickelte man damals  eine eigene Notfallorganisation. Seither sind im Staatswald Tössstock, der grösstenteils auf Fischenthaler Gemeindegebiet liegt, rund ein halbes Forstunfälle passiert, wobei in einem Fall die Hilfeleistung nicht optimal klappte. Unter anderem deshalb wurde die Notfallorganisation unter der Führung von Projektleiter Christian Zollinger überarbeitet. Zollinger ist Förster und Sicherheitsbeauftragter für die Staatswälder des Kantons Zürich und schuf das Konzept zusammen mit Fachleuten anderer Organisationen.

Auf Lotsenpunkten basierend

Das Notfallkonzept basiert auf einem Punktesystem. Das heisst: Auf einer Karte des Waldgebietes sind über 150 Punkte eingezeichnet. Die Karte ist in der für die Feuerwehr- und Sanitätsnotrufe zuständigen Einsatzleitzentrale von Schutz & Rettung Zürich (SRZ) und bei der Feuerwehr Fischenthal hinterlegt, ebenso besitzen sie die Forstequipen, die in diesem Gebiet arbeiten. Geschieht nun ein Unfall, wird im Notruf möglichst genau der Standort, vor allem aber der am nächsten liegende Punkt genannt. Dann werden die Feuerwehr Fischenthal und der Rettungsdienst parallel aufgeboten: der Rettungsdienst zu einem markanten Punkt im «Tal», beispielsweise einer bestimmten Strassenkreuzung, wo dann die ortskundige Feuerwehr wartet und die Retter zum eigentlichen Einsatzpunkt irgendwo im Wald in den Hügeln lotst und sie anschliessend bei der Patientenbergung unterstützt.

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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