Mehr Einsätze für Dübendorfer Rega-Crew
«Die Rega war 2017 so stark gefragt, wie noch nie», bilanzierte am Dienstag Ernst Kohler, CEO der Schweizerischen Rettungsflugwacht, an einer Medienkonferenz. Die insgesamt 15’958 organisierten Einsätze mit eigenen Helikoptern und Jets sowie mit fremden Flugzeugen entsprechen einer Zunahme von 5,7 Prozent.
Im Schnitt drei Einsätze pro Tag
Eine Entwicklung, die sich auch in den Zahlen der Helikopter-Basis Zürich auf dem Flugplatz Dübendorf zeigt. Von dort aus wurden im vergangenen Jahr 928 Einsätze gleistet, das sind 43 oder 5 Prozent mehr, als im Vorjahr. Damit war der «Dübendorfer» Heli pro Tag im Schnitt dreimal in der Luft.
Bei 475 dieser Aufgebote handelte es sich laut Rega um sogenannte Primäreinsätze, zum Beispiel bei einem Verkehrsunfall. Bald ebensoviele Hifeleistungen entfallen jedoch auf Sekundäreinsätze, das sind in der Regel Verlegungstransporte von meistens schwer erkrankten oder verletzten Menschen von einem Spital in ein anderes.
Dübendorf in Standort-Evaluation
Die Basis in Dübendorf ist seit Jahren nicht nur eine der vier wichtigsten Niederlassungen der Rettungsorganisation, sondern könnte allenfalls in weiter Zukunft noch viel bedeutender werden. Die Rega muss nämlich auf etwa 2030 hin vermutlich ihr bisheriges Hauptquartier am Rand des Flughafens in Kloten räumen, weil der Airport den Platz benötigt. Beim Vorevaluieren eines künftigen neuen Standortes «ist Dübendorf eine mögliche Alternative». Dies sagte CEO Ernst Kohler am Dienstag auf Anfrage, ohne jedoch auf weitere Details einzugehen.
Neuer Ambulanzjet
Hauptthema der Medienkonferenz waren nämlich nicht eine Züglete und Zahlen, sondern der jünste Spross in der Rega-Flotte: der Bombardier Challenger 650. Der neue Ambulanzjet wurde gestern erstmals vorgestellt. Er ersetzt – zusammen mit zwei baugleichen Modellen – bis Ende 2018 die bisherigen, seit 16 Jahren im Dienst stehenden Jets.
