« Zürich ist sicher! » freute sich Regierungsrat Mario Fehr am Montag an einer Medienkonferenz zur Bekanntgabe der Zahlen aus der Polizeilichen Kriminalstatistik 2017. Zwar hat die Gesamtzahl aller polizeilich erfassten Straftaten im Kanton gegenüber dem Vorjahr um 56 auf 101'714 zugenommen – dies aber bei einer ständig wachsenden Bevölkerung. Die Experten sprechen deshalb nicht von einer Zunahme, sondern von einer Stagnation.
Rückgang um bis zu 10 Prozent
Insgesamt stelle dies eine positive Entwicklung dar – eine, zu der das Zürcher Oberland beitrug. So sind sowohl im Bezirk Hinwil mit 3758 registrierten Straftaten, im Bezirk Pfäffikon mit 2154 und im Bezirk Uster mit 5902 eine Abnahme zwischen 2,8 und 10,3 Prozent zu verzeichnen. Das ergibt im Schnitt eine Reduktion um 6 Prozent.
Häusliche Gewalt wird immer öfters angezeigt
Getrübt wird das Bild allerdings durch eine Zunahme der Delikte gegen Leib und Leben. Dabei handelt es sich primär um Körperverletzungen verschiedenster Schwere. In der gesamten Region wurden über 12 Prozent mehr solcher Vorkommnisse registriert. Eine Entwicklung, die auch kantonsweit zu beobachten ist, sich aber gemäss der kantonalen Kripochefin Christiane Lentjes Meili mit vermehrten Anzeigen wegen häuslicher Gewalt erklären lässt. Immerhin: in keinem der Oberländer Bezirke kam es zu einem vollendeten Tötungsdelikt.

