«Besser» als im vergangenen Sommer gehe es ihm heute, sagte der stämmige 36-Jährige, der sich am Donnerstagmorgen vor dem Bezirksgericht Uster verantworten musste. Das war’s dann aber auch schon: mehr, vor allem zu der ungewöhnlichen Tat, um die es ging, wollte der psychisch Kranke, der im arabischen Raum geboren wurde, seit 15 Jahren den Schweizer Pass hat und fast gleich lang schon von der Sozialhilfe lebt, nicht erzählen.
Hammerschläge auf den Kopf
Die Anklage schildert, was vor über einem halben Jahr passierte; damals, als es dem Mann eben nicht gut ging: Der Beschuldigte war Ende Juli 2017 spätabends am Zürcher Bellevue unterwegs. In seinem Rucksack führte er einen 700 Gramm schweren Schlosserhammer mit – den Hammer, mit dem er gemäss den Anweisungen einer inneren Stimme nun jemanden attackieren müsse.
Als Opfer erkor sich der Mann einen 85-Jährigen aus. Er folgte dem Senior im Bus bis nach Benglen (Fällanden). Als der Betagte dort ausgestiegen war und noch kurz den Fahrplan an der Infotafel der Haltestelle studierte, schlug er zu. Mindestens drei kräftige Hammerschläge auf den Kopf musste der Senior einstecken; fast wie durch ein Wunder erlitt er dabei nur leichte Riss-Quetsch-Wunden. Da das Opfer nach dem Angriff schrie, liess der Angreifer von ihm ab. Er flüchtete, warf den Hammer in einen öffentlichen Abfallkübel und stellte sich kurz darauf der Polizei.
Nahe bei einem Tötungsversuch

