Raserfahrt kommt Maserati-Lenker teuer zu stehen
Anfang Nachmittag an einem Juli-Tag im Jahr 2016 ging der Polizei in Mönchaltorf ein sehr schneller Schnellfahrer ins Netz. Mit 152 km/h war ein Mann in einem Maserati unterwegs, als der Wagen vom Messgerät erfasst wurde – und das in einer 80er-Zone. Damit hatte der Lenker die erlaubte Maximalgeschwindigkeit um 72 km/h überschritten und war dadurch fast doppelt so schnell gefahren, wie auf diesem Strassenabschnitt gestattet.
Ein Manager aus Deutschland
Weshalb der Manager so aufs Gaspedal drückte, ist nicht bekannt. Denn dem Deutschen, der damals am Zürichsee lebte, heute aber wieder in seinem Heimatland, wurde am kürzlich am Bezirksgericht Uster gegen ihn durchgeführten Prozess das Erscheinen erlassen.
Der Staatsanwalt hatte für die Raserfahrt eine bedingte Freiheitsstrafe von 18 Monaten sowie eine Busse von 3200 Franken gefordert. Der amtliche Verteidiger des heute 53-Jährigen plädierte auf eine bedingte Geldstrafe von maximal 7500 Franken.
Verfahrenskosten schlagen zu Buche
Das Gericht verurteilte den Autofahrer dann wegen qualifizierter grober Verletzung der Verkehrsregeln zu 14 Monaten bedingt sowie einer Busse von 3000 Franken. Zudem hat der Mann Verfahrenskosten von rund 8000 Franken zu übernehmen; in diesem Betrag sind auch die Aufwendungen enthalten, welche durch das Abschleppen und kurzfristige Einlagern des vorübergehend beschlagnahmten Maseratis entstanden. Der Tempoexzess kostet den Mann damit insgesamt über 11’000 Franken.
