Blaulicht

Falsche Polizisten schlagen wieder zu

Bei der Stadtpolizei Winterthur gingen heute mehrere Meldung über Betrugsversuche von falschen Polizisten ein. In einem Fall waren die Betrüger fast erfolgreich: Eine ältere Dame hob mehrere tausend Franken ab.

Falsche Polizisten schlagen wieder zu

Die Stadtpolizei Winterthur hatte heute alle Hände voll zu tun: Es gingen über 20 Anzeigen wegen Betrugsversuchen von falschen Polizisten ein. Meist handelte es sich bei den Opfern um Frauen mit älterem Namen wie Aneliese, Heidi oder Elisabeth.

Die Anruferin war ebenfalls weiblich und sprach hochdeutsch. Sie gab sich als Polizistin aus und erzählte eine haarsträubende Geschichte, die Opfer sollen ihr Erspartes abheben und der «Polizei» zukommen lassen. Als Anrufernummer auf dem Display der Opfer erschien jeweils die Nummer 117. Dies ist durch eine technische Manipulation möglich. 

Ein aufmerksamer Bankangestellter

In einem Fall waren die Betrüger fast erfolgreich: Eine 89-jährige Frau hob mehrere Zehntausend Franken von ihrem Konto ab. Als sie bei einer anderen Bank über 30’000 Franken holen wollte, wurde der Bankangestellte misstrauisch und informierte die Polizei.

Dank diesem Handeln konnte die ältere Frau in letzter Sekunde von einem immensen finanziellen Schaden verschont werden. Es wurde ein Ermittlungsverfahren eingeleitet. (red.)

Die Stadtpolizei Winterthur warnt erneut vor solchen Anrufen und rät folgendes:

  • Seien Sie misstrauisch, wenn jemand Sie dazu bringen will, Geldsummen abzuheben. Die Polizei verlangt am Telefon nie grössere Bargeldsummen.
  • Verschaffen Sie sich Sicherheit, indem Sie das Gespräch beenden und bei der Polizei über die Notrufnummer 117 nachfragen, ob es diese Polizistin oder diesen Polizisten tatsächlich gibt.
  • Handeln Sie besonnen, indem Sie niemals Bargeld oder Wertsachen an eine Ihnen unbekannte Person übergeben.
  • Melden Sie verdächtige Situationen umgehend der Polizei unter der Notrufnummer 117. 

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