Sohn von Ueli Maurer angeklagt
Ein an sich kleiner Verkehrsunfall sorgte vor fast genau zwei Jahren für grosse Schlagzeilen: Im Hinwiler Ortsteil Wernetshausen war ein Auto nachts in eine Hauswand geprallt. Der Lenker verletzte sich dabei leicht.
Schnell wurde dann von den Medien publik gemacht, dass es sich beim Autofahrer um einen der Söhne des Hinwiler Bundesrates Ueli Maurer handelt. Die umstrittene Öffentlichmachung dieses familiären Bezugs hatte eine Anfrage im Kantonsrat zur Folge. In seiner Antwort kam der Regierungsrat zum Schluss, dass in dieser Beziehung jedoch «rechtskonform» vorgegangen worden sei.
«Verschiedene Delikte»
Dieser Tage nun wurde der Sohn angeklagt, wie eine Sprecherin der kantonalen Oberstaatsanwaltschaft auf Anfrage des ZO/AvU bekannt gab. Und zwar offenbar nicht nur wegen des Selbstunfalls: es gehe um «verschiedene Delikte». Um welche, dazu und zu weiteren Details gibt es von offizieller Seite vorerst keine Informationen.
Es dürfte einen kurzen Prozess geben
Der Angeklagte muss sich vor Bezirksgericht Hinwil verantworten. Die noch nicht terminierte Verhandlung dürfte mit grösster Wahrscheinlichkeit im Frühjahr 2018 stattfinden.
Und sie dürfte zur «Enttäuschung» für die alleine wegen des prominenten Namens anreisenden Medienvertreter werden: der Prozess wird nämlich im abgekürzten Verfahren geführt. Das bedeutet, der geständige Beschuldigte wird in der Regel kaum mehr befragt, und das Gericht segnet nur noch einen Urteilsvorschlag ab. Läuft dabei alles wie in dieser Verfahrensart vorgesehen, kann die Sache schon in einer halben Stunde erledigt sein.
