«Er hat mehrfach durch vorsätzliche Verletzung elementarer Verkehrsregeln das hohe Risiko eines Unfalls mit Schwerverletzten oder Todesopfern auf sich genommen.» So fasst der Staatsanwalt das zusammen, was ein heute 25-jähriger, im Zürcher Oberland wohnhafter Serbe getan hat.
Der junge Mann, der sich vor ein paar Tagen vor dem Bezirksgericht Uster verantworten musste, war im Sommer 2014 und im Herbst 2015 insgesamt viermal als Raser unterwegs. Meist mit einem Chevrolet Corvette ZR1, einmal auch mit einem BMW M6. Beides hochpotente Autos, die der Familie des Serben gehörten.
215 km/h auf der A 53
Bei den meist nachts durchgeführten Fahrten ging es aber nicht nur ums Schnellfahren, das heisst etwa ums Beschleunigen auf 215 km/h auf der Oberlandautobahn A 53 bei Uster. So war der Mann zum Beispiel einmal auch zusammen mit einem anderen BMW-Fahrer nebeneinander unterwegs, das Duo bildete also mit seinen Wagen auf der Strasse «kurze Zeit eine Mauer, der kein anderes Fahrzeug hätte ausweichen können», wie es die Anklage schildert. Zweimal war der Serbe an einem Rennen gegen einen Ferrari 458 beteiligt, einmal davon sogar in einem Autobahntunnel, wo die zwei Automobilisten mit 135 km/h statt der maximal erlaubten Höchstgeschwindigkeit von 100 km/h unterwegs waren.
Unbewusst Gas gegeben?

