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Blaulicht

Autofahrer bedrängte Ambulanz auf Fahrt zu Notfall

Notfall! Ein Rettungswagen ist im Zürcher Oberland unterwegs, um Hilfe zu bringen. Dann «hängt» sich ein Sportwagen an das Blaulichtfahrzeug, verfolgt es über eine längere Strecke. Da das gefährliche Manöver aber nicht bewiesen werden kann, kommt der Autofahrer nun mit einer geringen Strafe davon.

Es war an einem Samstagnachmittag im September 2016, als ein Mann in Maur ein derart schweres medizinisches Problem hatte, dass unverzügliche Hilfe nötig wurde. Ein Team des Rettungsdienstes Männedorf erhielt den Auftrag, auszurücken – und erlebte dann etwas, für das der Fahrer des Rettungswagens, einen Rettungssanitäter mit langjähriger Erfahrung, noch heute nur zwei Worte findet: «absolut unverständlich!».

Drei Meter hinter Ambulanz

Denn ab Forch folgte ein Mazda RX-8 der Ambulanz: nicht im üblichen Abstand, sondern «er klebte hintendran», war lediglich geschätzte «zweieinhalb bis drei Meter» vom Fahrzeug entfernt, wie sich der Sanitäter erinnert. Demjenigen Fahrzeug, das mit Blaulicht und Sirene unterwegs war und für das deshalb auch  andere Tempo- und Vortrittsrechte galten. Sogenannte Sonderrechte, die nun auch der Mazda-Lenker quasi in Anspruch nahm, indem er dem mit bis zu 90 km/h schnell fahrenden Rettungswagen unbeirrt über ein paar Kilometer hinweg folgte und dabei Überholmanöver und eine Kreuzungsüberquerung der Ambulanz «mitmachte».

Wie soll man als Verkehrsteilnehmer richtig reagieren, wenn ein Einsatzfahrzeug mit Blaulicht und Sirene naht? Barbara Henzen, Leiterin des Rettungsdienstes des Spitals Uster, gibt in einem Videointerview Auskunft. (Videoproduktion: Simon Grässle, Redaktion: Ernst Hilfiker)

Ein gefährliches Manöver

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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