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Grünes Licht für ein Provisorium beim «Sternen»

Im Dezember fiel der Gasthof Sternen einem Brand zum Opfer. Für die «Sternen»-Wirtin Marianne Brühwiler war von Anfang an klar, dass sie ihr Restaurant wieder aufbauen will. Jetzt hat sie die Baubewilligung für ein Provisorium erhalten.

Grünes Licht für ein Provisorium beim «Sternen»

Der Brand im Gasthof Sternen in der Nacht auf den 19. Dezember 2016 war ein einschneidendes Erlebnis für viele Sternenberger (mehr dazu). Durch das Feuer verlor der Ort nicht nur sein einziges Restaurant, sondern auch ein Wahrzeichen und beliebtes Ausflugsziel. Das traditionsreiche Lokal zog Besucher aus der ganzen Schweiz an, denn dank dem Film «Sternenberg» mit Mathias Gnädinger erlangte es 2004 nationale Bekanntheit. Das Feuer machte denn auch weit über die Region hinaus Schlagzeilen.

Baubewilligung erteilt

Für «Sternen»-Wirtin Marianne Brühwiler war von Anfang an klar, dass das Schicksal ihres Gasthofs durch den Brand nicht besiegelt sein konnte (mehr dazu). «Ich werde weitermachen und den ‹Sternen› wieder aufbauen», sagte sie kurz nach dem Brand. Jetzt, nur zweieinhalb Monate später, zeichnet sich ein erster Schritt in diese Richtung ab.

«Bis das Restaurant wieder aufgebaut werden kann, wird es zwar noch zwei bis drei Jahre dauern», sagt die Wirtin. Doch Anfang dieser Woche habe sie von der Gemeinde Bauma die Baubewilligung für ein Provisorium erhalten. «Ich bin sehr froh, dass das Bewilligungsverfahren so schnell ging und dass es jetzt vorwärtsgeht», sagt sie.

Kein Platz für die Küche

Als Zwischenlösung will Brühwiler den Restaurantbetrieb in die Dépendance verlegen – dem Nachbargebäude des abgebrannten Gasthofs. Anfangs war jedoch unklar, ob dieser Plan funktionieren würde. «In der Dépendance hatte es nicht genug Platz für eine Restaurantküche», sagt Brühwiler. Deshalb muss das Gebäude nun um einen Anbau erweitert werden.

«Zuerst dachten wir an eine Art Container, in dem die Küche untergebracht würde.» Diese Idee stellte sich aber schnell als zu teuer heraus. «Darum entschieden wir uns für einen Holzbau.» Dieser wird auf Metallstützen über dem Garagenvorplatz erstellt, direkt an der Strasse. «So kann man die Garagen weiterhin nutzen, und wir sind mit der Küche auf demselben Geschoss wie die Gaststube.»

Mit dem Bau wolle sie so schnell wie möglich beginnen, sagt Brühwiler. «Momentan bin ich dabei, die Termine für die verschiedenen Unternehmer zu koordinieren.» Eine Holzbaufirma aus Schalchen habe bereits mit der Produktion der Elemente begonnen. «Die fertigen Holzelemente werden dann nach Sternenberg transportiert und vor Ort zusammengesetzt», sagt Brühwiler.

Bauen unter Zeitdruck

Der Innenausbau der Dépendance sei bereits in den letzten Wochen erfolgt, denn die Zeit dränge. Bis Mitte April muss das Provisorium einsatzbereit sein. «In der Woche nach Ostern haben wir bereits ein paar Reservationen für Firmungen und einen Hochzeitsapéro», sagt Brühwiler. Diese Reservationen seien schon vor dem Brand eingegangen. «Es hat mich sehr gefreut, dass die Leute nicht abgesagt haben, sondern sich bereit erklärten, in einem Provisorium zu feiern.»

Die «Sternen»-Wirtin ist zuversichtlich, dass bis dahin alles bereit sein wird. «Offiziell eröffnet wird das Provisorium dann am
1. Mai», sagt Brühwiler. «An diesem Datum gibt es einen Tag der offenen Tür.» Das Ländler-Trio Hörnli-Fäger und die Alphorngruppe Sternenberg hätten bereits zugesagt, sagt Brühwiler, «und für alle Besucher gibt es eine kostenlose Gerstensuppe.»

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