Sohn tötete aus Verzweiflung fast seinen Vater
Es war ein ungewöhnlicher Fall, der am Donnerstagnachmittag vor dem Bezirksgericht Hinwil verhandelt wurde – ungewöhnlich einerseits, was die Hintergründe betrifft; ungewöhnlich andererseits, weil er im Zürcher Oberland sogleich an ein Ereignis erinnert, von dem man eigentlich glaubte, es sei ein absoluter Einzelfall: nämlich an den Fall des Pfäffiker «Vatermordes», bei dem ein Sohn 2015 seinen Vater umgebracht hatte.
Völlig verpfuschte Jugend
Vor dem Bezirksgericht stand jedoch eine Tat im Zentrum, bei der der Vater den Angriff seines Sohnes überlebte. Der Teenager hatte seinem Vater einen Messerstich versetzt, allerdings keine lebenswichtigen Organe getroffen.
Hinter dem «guten» Ausgang der Attacke stand eine sehr ungute Lebensgeschichte des Sohnes. Wie im Pfäffiker Fall hatte er eine völlig verpfuschte Jugend hinter sich, und niemand hatte ihm in seiner Not geholfen. Bei einem Streit kam es dann aus Verzweiflung zur Bluttat.
Noch kein Urteil gefällt
Wie diese Tat bestraft wird, gibt das Gericht am Wochenende bekannt. Züriost wird darüber berichten.
