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Pay-TV-Zugang geknackt

Kostenpflichtige TV-Programme schauen, aber nichts dafür bezahlen. Das wollte ein Mann aus dem Zürcher Oberland. Deshalb knackte er Empfangsboxen. Das kostet ihn nun mehrere hundert Franken.

Die Staatsanwaltschaft See/Oberland in Uster hat einen Mann verurteilt, der Pay-TV-Empfangsboxen knackte. (Bild: Fabio Meier)

Pay-TV-Zugang geknackt

Spielfilme und Sportübertragungen schauen, bis die Augen brennen. Das kann, wer Zugang zu einem privaten Bezahlfernsehen hat. Doch wie es der Name schon sagt: Pay-TV ist nicht gratis, sondern muss bezahlt werden.

TV-Boxen decodiert

Wer etwas von IT-Technik versteht, kann das allerdings umgehen. Genau dies machte ein Italiener aus dem Zürcher Oberland. Damit er die verschlüsselt übermittelten Filme von Teleclub und dem Fernsehsender Sky gratis sehen konnte, konfigurierte er die dazu nötige TV-Box mit einer Entschlüsselungssoftware. Dies geht aus einem kürzlich erlassenen Strafbefehl der Staatsanwaltschaft See/Oberland hervor.

Es blieb jedoch nicht beim Eigengebrauch. So konfigurierte der Mann – von Beruf PC-Supporter und deshalb in solchen Dingen nicht unbewandert – noch mindestens ein halbes Dutzend weiterer TV-Boxen mit der «Knack-Software». Einem Decodierungsprogramm übrigens, dass er im Internet gefunden und heruntergeladen hatte. Dann verkaufte er die Kästchen für jeweils 300 bis 400 Franken grösstenteils an Ausländer.

Täter muss 1500 Franken zahlen

Für diese Manipulationen, die zwischen Herbst 2015 und Frühling 2016 stattfanden, wurde der heute 66-Jährige nun per Strafbefehl verurteilt. Der Mann ist schuldig des Erschleichens einer Leistung, des Herstellens und Inverkehrbringens von Materialien zur unbefugten Entschlüsselung codierter Angebote sowie der Verletzung des Schutzes von technischen Massnahmen und von Informationen für die Wahrnehmung von Rechten.

Es wurde eine Geldstrafe von 20 Tagessätzen zu 90 Franken ausgesprochen. Diese Strafe im Umfang von 1800 Franken wurde jedoch bedingt erlassen, muss also nicht bezahlt werden. Zu bezahlen sind hingegen eine Busse von 700 Franken und Verfahrenskosten von 800 Franken. Zudem wird der Italiener diverses IT-Zubehör, das die Polizei bei einer Hausdurchsuchung sicherstellte, nicht mehr zurückerhalten; die Teile werden vernichtet.

Nicht ungeschoren kommen übrigens auch die Abnehmer der decodierten TV-Boxen davon. Gegen die Käufer laufen separate Strafverfahren.

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