«Sie sind absolut verbrecherisch durchs Kaff gefahren!» Was der Vorsitzende des Bezirksgerichts Uster in einem kürzlich durchgeführten Prozess einem 26-Jährigen sagte, fasst treffend zusammen, weshalb der junge Mann ein Fall für die Justiz wurde.
Durch Dübendorf gebolzt
Der Serbe war nämlich an einem frühen Abend Mitte April 2015 mit seinem BMW 330 Ci Coupé in Dübendorf vor einer Polizeikontrolle geflüchtet. Dabei beging er eine Reihe von Verkehrsregelverstössen, angefangen bei riskanten Überholmanövern über die zweimalige Missachtung eines Einbahnsignals bis zur Überschreitung der Innerortsgeschwindigkeit um gegen 40 km/h.
Verstösse, welche mehrmals «andere Verkehrsteilnehmer gefährdeten», wie es in der Anklageschrift heisst. Ja, der Fahrer habe sogar «ganz bewusst einen schweren Verkehrsunfall riskiert».
Das waren allerdings nicht die einzigen Regelmissachtungen. Schon ein paar Monate vor der Flucht in Dübendorf hatte der Mann sein damaliges Auto, ein Nissan Primavera, seiner Freundin zum Fahren überlassen, obwohl er wusste, dass auf den Wagen keine Haftpflichtversicherung mehr lief. Und Anfang des Jahres 2015 war der Serbe selber im Oberland am Steuer eines Autos unterwegs, obwohl ihm sein Führerausweis auf Probe schon drei Jahre zuvor entzogen und später dann sogar annuliert worden war.
