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Polizei kontrollierte 40 Betriebe

Wird auch in kleinen, von Ausländern geführten Betrieben korrekt nach Schweizer Gesetzen gearbeitet? Diese Frage prüfte die Polizei am Mittwoch in einer mehrstündigen Kontrolle im Oberland. Und dabei blieb einiges hängen.

In 40 Betrieben aus der Gastrobranche, dem Autohandel sowie Clubs kontrollierte die Polizei Papiere wie Abrechnungen und Arbeitsbewilligungen. (Bild: Mano Reichling)

Polizei kontrollierte 40 Betriebe

Auf dem Tisch liegen Ausweise, um den Tisch stehen eine Polizistin, drei Polizisten, ein Arbeitsmarktinspektor des Kantons – und ein Mann in Kochschürze. Der Asylbewerber erzählt, er arbeite heute das erste Mal hier in  dieser kleinen Pizza- und Dönerbude. Der Chef des Lokals habe ihm gesagt, «kommst Du einfach, kannst Du mir eine Bitzeli helfen». Und «wenn Chef gefällt und mir gefällt: kann bleiben». Ein Fall für den Arbeitsmarktinspektor, der die Personalien des Chefs und seines eventuell neuen Mitarbeiters aufnimmt, noch vor Ort eine Befragung durchführt und den beiden Männern ankündigt, sie würden noch von ihm hören.

Kleine Betriebe unter die Lupe genommen

Szenen dieser Art haben sich zwischen Mittwochmittag und -abend in Rüti, Wald, Hinwil, Dürnten, Wetzikon, Gossau und Bubikon abgespielt. In insgesamt gegen 40 kleinen Gastrobetrieben – vor allem Fastfoodlokale wie Döner-Buden –, Autogaragen und Occasionshandlungen sowie Clubs, fast alle geleitet von Ausländern, führten rund drei Dutzend Oberländer Polizisten in zivil im Rahmen einer koordinierten, grossen Aktion eine unangemeldete Kontrolle durch.

Ziel der Aktion: «Die konsequente Anwendung der Gesetzgebung prüfen», wie es Roberto Gull, Bezirkschef Hinwil der Kantonspolizei Zürich, formuliert. «Gesetzgebung», das bedeutet zum Beispiel, abzuklären, ob die nötigen Bewilligungen zur Führung des Betriebes vorliegen, ob Menschen «schwarz» und ohne die vorgeschriebenen Abzüge von Sozialabgaben beschäftigt werden, ob auch inbezug auf Steuern sauber abgerechnet wird, und, um beim Stichwort «sauber» zu bleiben, ob die Hygiene in den Gastrobetriebe stimmt.

Meistens Verständnis

In der Regel haben die Kontrollierten für die Arbeit der Polizei Verständnis, sagt Gull. Das war auch am Mittwoch der Fall – meistens. In einem Betrieb allerdings wurde der Chef schon nach einer Minute ausfällig, in einem anderen fiel zur Begrüssung in einem vorwurfsvollen Ton die Frage, «macht Ihr solche Kontrollen nur bei uns oder auch in anderen Betrieben?». Und in einer Autogarage, die man besuchte, waren die Polizisten früher mal mit einer auf sie gerichteten Eisenstange empfangen worden. Mit ein Grund, dass die Kantonspolizei, verstärkt durch die Stadtpolizei Wetzikon, in den Betrieben immer in einer Gruppe und in Einzelfällen  erst nach vorheriger Observation, vorsprach.

Zwei Männer verhaftet

Das Resultat der Kontrolle, bei der letztlich gegen 100 Personen überprüft wurden, entspricht laut dem Einsatzleiter Roger Wüthrich von der Kantonspolizei «den Erwartungen». Es gab in Tann und Hinwil je eine Verhaftung von in Gastrobetrieben tätigen Ausländern. Zudem kam es zu diversen Verzeigungen wegen Anstellungen, die nicht korrekt waren, und mehrere Personen werden wegen anderer Gesetzesverstösse, beispielsweise Drogenkonsum, zur Rechenschaft gezogen. Ferner wurden in einem Club in Hinwil ein paar Glücksspielautomaten sichergestellt.

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