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Blaulicht

Kuh drang in Altersheim ein – keine Strafe

Eine ausgebüxte Kuh hat sich 2015 ein Wetziker Altersheim als «Versteck» ausgesucht. Obwohl es dabei zwei Verletzte gab, bleibt die Episode für den Tierhalter rechtlich folgenlos: Es kann ihm kein Fehlverhalten angelastet werden.

Eine Kuh, die ausbüxt und sich dann in einem Altersheim «versteckt», das ist etwas sehr Spezielles. Doch genau dies passierte Ende November 2015 in Wetzikon. Die knapp dreijährige, trächtige Kuh Anneli hatte ihre Weide verlassen; wie, das ist unbekannt. Das Tier rannte ins Zentrum von Wetzikon und stand schliesslich vor dem Alterswohnheim Am Wildbach. Dort brachte die Kuh einen damals 85-jährigen Bewohner und eine 83-jährige Besucherin zu Fall. Die Betagten zogen sich beim Sturz Verletzungen zu und mussten ins Spital gebracht werden.

Ereignis löste Grossaufgebot aus

Nach diesem Malheur suchte sich Anneli ein Versteck – naheliegenderweise gleich im Altersheim. Durch den Lieferanteneingang war das Tier ins Ge­bäude gelangt und schliesslich in einem Umkleideraum gelandet. Vor dem Heim war mittlerweile ein Grossaufgebot aufgefahren: der Rettungsdienst Regio 144 mit mehreren Fahrzeugen und einem Notarzt für die Verletzten, die Feuerwehr Wetzikon-Seegräben, die Kantonspolizei und die Stadtpolizei für die Ab­sicherung des Hauses sowie ein Wildhüter und eine Tierärztin.

Da man einer Kuh nicht einfach lieb zurufen kann, sie soll jetzt doch bitte brav zum Herrchen zurückkommen, mussten dann die Spezialisten des Grosstier-Rettungsdiensts ran. Sie betäubten das laut Einsatzprotokoll «massiv aufgeregte» Tier, das danach geborgen und wohlbehalten nach Hause zurückgebracht werden konnte.

Ausbruch «nicht vermeidbar»

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Ihr Michael Kaspar, Chefredaktor

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