200 Pflanzen hatte ein heute 46-Jähriger in seinem Wohnort in Bäretswil zwischen dem Herbst 2014 und dem Sommer 2015 gehegt und gepflegt – besondere Pflanzen, denn der Mann betrieb eine Hanf-Indoor-anlage. Die Ausrüstung dazu im Wert von 12 000 Franken hatte er von einem Deutschen erhalten, der im Gegenzug dafür dann drei Kilogramm Marihuana aus der Plantage wollte. Der Oberländer erntete schliesslich vier Kilo Marihuana, von denen er dem Deutschen aber nur eines gab.
Parallel zur Anlage in Bäretswil betrieb der Mann zusammen mit einem Kollegen noch eine etwas kleinere Plantage im Dachgeschoss einer Lagerhalle in Wila. Während die Betreiber die Anlage in Wila im Frühling 2015 von sich aus schlossen, weil sie kalte Füsse bekommen hatten, wurde die Produktion in Bäretswil im Juni stillgelegt, und zwar von der Kantonspolizei, die den Mann auf dem Radar hatte und bei ihm schliesslich eine Hausdurchsuchung durchführte.
25 Jahre lang ohne Ausweis
Nach der Razzia lief ein Strafverfahren an – was den Bäretswiler aber nicht von weiteren Gesetzesverstössen abhielt, wie einem kürzlich erlassenen Strafbefehl zu entnehmen ist. So wurde der Mann bald erneut von der Polizei gestoppt; dieses Mal, weil er im Auto in Hinwil auf einer Strasse unterwegs war, die mit einem Fahrverbot belegt war. Richtig ins Staunen kam die Polizei dann aber, als sie den Führerausweis sehen wollte: einen solchen hatte der Lenker nämlich nicht, weil er ihm 1990 entzogen worden war. Das heisst, der Mann war 25 Jahre lang unerlaubt in der Gegend herumgefahren.
Drogenfuhre ins Bündnerland

