«Kurvenreiche Strecke» mahnt ein Signal auf den ersten Metern der Strasse, die von Steg (Fischenthal) auf den Hulfteggpass hinauf führt. Eine Warnung wie eine Einladung für Besitzer von Motorrädern und sportlichen Autos. Diese Tempobegeisterten, so klagen Anwohner, brettern bei schönem Wetter vor allem abends und an Wochenenden über den 954 Meter hohen Pass zwischen den Kantonen Zürich und St. Gallen.
«Hunderterfahrer» im Visier
Das hat gefährliche Situationen für andere Verkehrsteilnehmer, Lärm und zuweilen auch Unfälle zur Folge. Mit Kontrollen versucht die Polizei «diese Unfallhäufigkeit zu reduzieren», wie Norbert Jung von der Kantonspolizei St. Gallen sagt. Deshalb hat er – gut getarnt auf dem Balkon eines Bauernhauses – zusammen mit weiteren Beamten am Dienstagmittag, 5. Juli 2016, eineinhalb Stunden lang mit einem Laser-Messgerät an der Passstrasse das Tempo der Richtung Oberland Fahrenden kontrolliert.
Allerdings mit einem speziellen Augenmerk, denn angehalten wurden lediglich wirklich schnelle Schnellfahrer. Oder anders gesagt: nur wer mit mindestens 105 km/h auf der 80-er-Strecke am Kontrollpunkt vorbeidonnerte. Wer diese Grenze überschreitet, kann auch nicht mehr einfach eine Busse zahlen, und damit ist der Fall erledigt, sondern er wird verzeigt – und dann kostete es schnell einmal ein paar hundert Franken.
Zu schnell und unangegurtet

