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Reanimieren: keine Kernaufgabe der Feuerwehr

Die Feuerwehren sollen nicht verpflichtet werden, bei Herznotfällen als Ersthelfer auszurücken und zu reanimieren. Dies hat der Regierungsrat auf eine Anfrage aus dem Zürcher Oberland hin entschieden.

Mehrere Feuerwehren im Zürcher Oberland rücken auch als First Responder bei Herznotfällen aus - eine Pflicht soll dieser Service gemäss Regierungsrat nun aber nicht werden. (Archivbild: Fabio Meier)

Reanimieren: keine Kernaufgabe der Feuerwehr

Die Rettung von Menschenleben gehöre zwar zu den Kernaufgaben der Feuerwehr. Dennoch werden diese Kernaufgaben nun nicht noch durch ein von der Feuerwehr zu tragendes System zur Wiederbelebung von Menschenbei Herznotfällen ergänzt.Dies schrieb der Regierungsrat in einer kürzlich veröffentlichtenAntwort auf eine Anfrage der EVP-Kantonsräte Hanspeter Hugentobler (Pfäffikon) und Gerhard Fischer (Bäretswil).

Mehr First Responder?

Die beiden EVP-Politiker sowie ein Ratskollege wollten wissen, was der Regierungsrat von einem Ausbau des First-Responder-Systems hält. First Responder (FR) sind geschulte und speziell ausgerüstete Freiwillige – in den meisten Fällen Feuerwehrleute –, die bei schweren Herznotfällen aufgeboten werden und mit ersten Hilfsmassnahmen oder gar dem Beginn einer Reanimation die sonst ungenützte Zeit überbrücken, bis der Rettungsdienst eintrifft. Im Zürcher Oberland sind in mehr als einem Dutzend Gemeinden FR-Organisationen erfolgreich aktiv, im ganzen Kanton über 30.

Feuerwehren schon jetzt stark belastet

Dass man diese Dienstleistung nun nicht bei allen Feuerwehren als Kernaufgabe und damit als Pflicht einführen will, wird mit der jetzt schon hohen Belastung der ja im Milizsystem arbeitenden Feuerwehren begründet. Zudem gehört laut Regierungsrat das, was FR-Gruppen machen, zu den Aufgaben des Gesundheitswesens, und da laufe auf kantonaler Ebene derzeit ohnehin ein Projekt zur Optimierung des Rettungswesens. Dieses Vorhaben könnte unter anderem bewirken, dass die Rettungsdienste künftig noch schneller bei den Patienten wären.

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