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So fand man den Wetziker Teenager im Schacht

Vor zwei Jahren wurde in Wetzikon ein Teenager vermisst und später in einem Schacht gefunden. Nun ist bekannt, wie man auf die Spur des jungen Oberländers gekommen war: dank einem hartnäckigen Kriminalpolizisten.

In einem solchen Schacht in einem Waldstück in Seegräben war der junge Wetziker "gefangen". (Archivbild: Newspictures)

So fand man den Wetziker Teenager im Schacht

Der Fall bewegte das ganze Zürcher Oberland: ein 18-jähriger Wetziker war im März 2014 als vermisst gemeldet worden, wobei bald die Befürchtung aufkam, er könnte einem Unfall oder einem Verbrechen zum Opfer gefallen sein. Drei Tage später dann wurde er jedoch lebend, wenn auch verletzt, gefunden – in einem mehrere Meter tiefen, stillgelegten Wasserschacht in einem Wald in Seegräben.

Der Teenager hatte sich laut Kantonspolizei selbst in die Tiefe abgeseilt, kam dann aber nicht mehr hoch (wir berichteten darüber). Weshalb der Wetziker überhaupt in den Schacht gestiegen war und wie man ihn an ­diesem extrem ungewöhnlichen Ort gefunden hatte, das war bis heute unbekannt.

Idee von Projektwoche

Nun lüftete die «NZZ am Sonntag» in ihrer jüngsten Ausgabe in halbanonymisierter Form das «Geheimnis»: Der junge Mann hatte sich in den schmalen Bau unter der Erde begeben, weil Mitschüler im Rahmen einer Monate zuvor durchgeführten Projektwoche etwas Ähnliches unternommen hatten, er jedoch zu seinem Leidwesen nicht dabei sein konnte. Also hatte er das Abenteuer auf eigene Faust nachgeholt – ein Abenteuer, das mit Sicherheit tödlich ausgegangen wäre, hätte man ihn nicht ­relativ schnell gefunden.

Jeden Schacht abgesucht

Und dass man ihn fand, ist zur Hauptsache das Verdienst eines Hinwilers: Felix Wenger. Der langjährige Mitarbeiter der Kantonspolizei Zürich hatte sich mit dem Fall befasst. Laut «NZZ» machte Wenger dabei das, was er als erfahrener Kriminalpolizist am häufigsten tut: «Reden. Mit den Leuten reden, das ist das Wichtigste.» Durch seine Hartnäckigkeit und seine Gespräche mit x Personen hörte er dann von der Projektwoche und schloss daraus, dass der Wetziker vielleicht auf eigene Faust in einen Schacht klettern ging.

Wenger initiierte eine erneute aufwendige Suchaktion nach dem Vermissten. Der Auftrag: «Jeder Wasserschacht in der ­Gegend sollte abgesucht werden», wie es im Zeitungsbericht heisst. Eine Aktion, die letztlich von ­Erfolg gekrönt war.

Für die Polizei ist der Fall seit Langem abgeschlossen. Sie sagt deshalb und auch zum Schutz des damaligen Vermissten nichts mehr dazu.

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