Gegen 9000 Menschen starben in Nepal, als vor einem Jahr, am 25. April 2015, im bettelarmen Himalayastaat die Erde bebte. Eine grossangelegte internationale Hilfsaktion lief an. Heute sind die meisten Helfer verschwunden – weiterhin aktiv ist allerdings ein Rütner Unternehmen, der Rettungsdienst Regio 144 AG. «Bei unserem Engagement zählt die Nachhaltigkeit: Wir helfen nicht nur in der Krise, sondern auch danach, denn das ist mindestens so wichtig», sagt Regio-Geschäftsführer Heinz Wagner.
Nepalesen im Regio-Tenü
Die Regio 144 ist, was öffentlich nie an die grosse Glocke gehängt wurde, seit 2014 in Nepal aktiv. Man habe schon länger ein Entwicklungshilfeprojekt geplant, erzählt Wagner. Als dann eine in Nepal tätige Schweizer Ärztin von den desolaten Zuständen im Nepal Ambulance Service (NAS) berichtete, dem einzigen offiziellen Rettungsdienst im Land mit 30 Millionen Einwohnern, war klar, wo das Oberländer Projekt starten sollte. Der NAS kämpfte an allen Ecken und Enden: die einzige immer vorhandene Ausstattung in den Ambulanzen bildete eine einfache Pritsche, eine Betriebsstruktur war eigentlich inexistent, und die Sanitäter arbeiteten im Turnschuh-T-Shirt-Trainerjacken-Ziviltenü.
Eine sichere Arbeitsbekleidung war denn auch eine der ersten Hilfeleistungen aus Rüti: Die Regio 144 spendete dem NAS über 50 ihrer alten, aber noch einwandfreien rot-gelben Uniformen. Während mittlerweile vier mehrwöchigen Besuchen haben vier Oberländer Rettungssanitäterinnen und -sanitäter sowie ein Notarzt den Nepalesen zudem organisatorisch unter die Arme gegriffen. Auch fachlicher Support wurde geleistet, unter anderem mit dem Ausarbeiten von Behandlungsrichtlinien für die gängigsten Notfälle wie Herzbeschwerden.
700 Franken für einen Stützpunkt

