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Teurer Griff an Geschlechtsteile

Mehr als 10'000 Franken kostet einen Mann aus dem Zürcher Oberland eine sexuelle Belästigung. Er hatte einer Frau an ihre Geschlechtsteile gegriffen.

Teurer Griff an Geschlechtsteile

Es geschah eines Morgens im Herbst 2013 in einem Mehrfamilienhaus in einer grossen Zürcher Oberländer Gemeinde, die hier aus Gründen des Opferschutzes nicht genannt werden darf: Ein damals 46-jähriger Mazedonier war im Treppenhaus der Liegenschaft mit einer etwas jüngeren Schweizer Nachbarin im Gespräch. Die Diskussion drehte sich um eine Brustoperation, welche die Frau plante. Slip runtergezogen

«Völlig überraschend» griff der Mann dann «mit seiner rechten Hand in den Ausschnitt ihres Pullovers und unter den Büstenhalter an die nackte Brust», heisst es in einem später in dieser Sache erlassenen Strafbefehl. Ein Griff, von welchem der Mazedonier nach Ansicht des zuständigen Staatsanwalts «wusste oder zumindest davon ausging», dass die Frau eine solche Berührung nicht wollte.

Die Frau sagte ihrem Gesprächspartner denn auch, er solle sofort auf hören. Er jedoch griff mit beiden Händen an ihre Leggings sowie den Slip und zog beides nach unten. Dann griff er an ihre Scheide – eine Handlung, von der die Frau vollkommen überrumpelt war und sich deshalb in den ersten Sekunden nicht wehren konnte. Gleichzeitig versuchte der Mann, die Frau auf den Mund zu küssen.

Hohe bedingte Geldstrafe …

Der Staatsanwalt, der sich anschliessend mit diesem Fall befasste, stufte den Übergriff als sexuelle Nötigung und als sexuelle Belästigung ein. Der Mazedonier, der nach der Tat zwei Tage in Haft sass, wurde zu einer Geldstrafe von 180 Tagessätzen à 60 Franken verurteilt. Diese Strafe im Umfang von 10’800 Franken wurde bedingt ausgesprochen, muss also nicht bezahlt werden.

… und hohe Verfahrenskosten

Zu bezahlen hat der Mann hingegen die Kosten des Strafverfahrens von über 8000 Franken. Ein Betrag, der so hoch ist, weil er auch eine Auswertung von DNA-Spuren umfasst. Zudem muss der Angreifer seinem Opfer eine Entschädigung von fast 2400 Franken überweisen. Damit kosten ihn die zwei sexuell motivierten Griffe mehr als 10’000 Franken.

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