Schlamm und Dreck bedecken den Asphalt. Steine und Geröll liegen auf der Strasse und jede Menge Äste. In den Häusereinfahrten an der Breitistrasse in Zell stehen die Schutthalden – bisweilen bis oben gefüllt, mit verdrecktem Hausrat. Das Quartier in der Tösstaler Gemeinde Zell wurde am Donnerstag am schlimmsten von Überschwemmungen getroffen.
Kräftige Gewitter zogen an diesem Abend über die Ostschweiz. Innert kürzester Zeit fiel so viel Regen und kleinkörniger Hagel, dass der Zellerbach über die Ufer trat. Die Niederschlagsmenge belief sich gemäss Angaben des Portals metradar.ch auf bis zu 100 mm in 24 Stunden – deutlich mehr als die Hälfte des durchschnittlichen Mairegens.
Zuspruch den Beteiligten, Dank den Helfenden
Von einem «Jahrhundertereignis» spricht am Freitagnachmittag deshalb auch Lars Mülli, Direktor der Kantonalen Gebäudeversicherung (GVZ). Gemeinsam mit dem für Schätzung zuständigen GVZ-Regionenleiter Peter Hautle, Regierungsrat Mario Fehr (parteilos) und dem Zeller Kantonsrat Markus Schaaf (EVP) ist Mülli vor Ort, um sich ein Bild der Lage zu machen.
Zugleich will er den Menschen Mut zusprechen sowie den Feuerwehren danken.

