Politik

Mit Daniel Bühler durch die Afro-Pfingsten

Ein Fest für alle Sinne, ein Kennenlernen verschiedenster Kulturen: das sind die Afro-Pfingsten, die vom 29. Mai bis 5. Juni in Winterthur stattfinden. OK-Präsident Daniel Bühler gewährt einen Einblick, wie er die kommenden Tage verbringen wird.

Mit Daniel Bühler durch die Afro-Pfingsten

Daniel Bühler, OK-Präsident der Afro-Pfingsten, gewährt einen Einblick, wie er die nächsten Tage an «seinem» Anlass verbringen wird – und verrät dabei so manchen Insidertipp. 

Montag, 29. Mai 
Schon am Eröffnungsabend habe ich volles Programm. Gleich im Anschluss an die Eröffnungsfeier wird man mich ab 19.30 Uhr bei der Vernissage der beiden Ausstellungen von Marianne Berna und Reto Zimmermann im Alte Kaserne Kulturzentrum treffen. Anschliessend, um 20.15 Uhr, freue ich mich auf die Lesung des soeben im Unionsverlag auf deutsch herausgegebenen Buches ‹Ein Lied für Dulce› von Sylvain Prudhomme, die von zwei Mitgliedern der im Buch beschriebenen Band ‹Super Mama Djombo› mit Live-Musik umrahmt wird.

Der Mittwoch, 31. Mai konfrontiert mich mit einer nicht einfachen Wahl. Entweder werde ich um 19.30 Uhr den Vortrag von Prof. Dr. Anton Gunzinger im Osttor mit dem Thema «Energiewende mit Zukunft» besuchen oder mir um 20.30 Uhr beim Filmfestival im Kino Kiwi Loge die Vorpremiere von «Human – Die Menschheit» ansehen.

Donnerstag, 1. Juni
Vollentspannt werde ich durch die bunten Warenstände schlendern und deren Auslagen auf mich wirken lassen. Das Programm des Abends ist natürlich gesetzt. Denn die Stimmen und Klänge aus dem südlichen Afrika von Nomfusi, Mokoomba und deren Bands in der Alten Kaserne will ich mir entgehen lassen. 

Freitag, 2. Juni
Zwar öffnen heute nun auch die beiden anderen Märkte in der Altstadt, doch das hindert mich nicht, gegen Mittag noch einmal einen Abstecher ins Land des Sonnenuntergangs am Oberen Graben zu machen. Denn da locken orientalische Genüsse für Auge, Ohr und Gaumen. Ich werde mich von den Kochkünstlern des Restaurants Fata Morgana kulinarisch verwöhnen lassen und mir als Dessert noch mit Freunden eine Shisha-Wasserpfeife gönnen, mich dabei von der Musik der traditionellen, marokkanischen Band berieseln und mir das Gefühl von 1001 Nacht beim orientalischen Tanz von Naimah beleben lassen. Na ja, und der Abend! Schon wieder Qual der Wahl. Könnte ich mich zweiteilen, würde ich mir den Reggae-Abend im Alte Kaserne Kulturzentrum reinziehen und natürlich auch das Jazz-Konzert in der Esse Musikbar besuchen. Zu meinem Glück beginnt die «Tropical Continent goes Africa-Party» im Albani erst um 23 Uhr.

Samstag, 3. Juni
Da ich am Donnerstag wegen dem vollem Programm den Auftritt von Aïssata Kouyaté verpasst habe, hole ich dieses Erlebnis heute nach. Sie gibt um 11 Uhr in der Villa Sträuli mit ihrer Band ein Konzert in intimem Rahmen. So richtig in Afrika-Stimmung besuche ich danach einen der Workshops in der Alten Kaserne und poliere mein Know-How in Sachen afrikanische Tänze schweisstreibend tüchtig auf den aktuellen Stand. Entspannen kann ich mich danach. Nämlich, indem ich mich in den buntfarbigen Gassen der Altstadt treiben lasse. Musik und Strassenkunst überall, Menschen aus verschiedenen Kulturen und Herkunft, die sich friedlich miteinander austauschen, lachen, schwatzen, sich kennenlernen und das bunte, vielfältige Treiben geniessen. Noch ein Abstecher zur Open-Air-Bühne am Fischmarkt sowie an den Fairmarket auf den Kirchplatz – und da wären zur Abwechslung ja auch noch die Märchen aus Madagaskar in der Stadtbibliothek. Dass es mir am Abend nicht langweilig werden wird, ist so gut wie sicher. Erneut werde ich mich zwischen verschiedenen Möglichkeiten entscheiden müssen. Am meisten reizt mich allerdings – zumindest aus heutiger Perspektive – die Afro Latin Night.

Sonntag, 4. Juni
Nachdem ich ausgeschlafen habe und der Markt nicht mehr die Gassen von Winterthur füllt, freue ich mich auf den Konzertnachmittag in der Alten Kaserne mit Ayekoo aus Ghana und das Feuerwerk ihrer Show mit traditionellen Trommeln sowie Saodaj aus La Réunion mit ihren tranceartigen, Maloya-inspririerten musikalischen Klangteppichen und Gesängen. Wahrscheinlich habe ich am Abend bereits wieder Lust auf Musik und Tanz, zumal das Programm der African Night diesbezüglich einiges verheisst. Ein entspanntes Alternativprogramm dazu wäre die Tanzperformance von Marius Sawadogo im Theater am Gleis.

Montag, 5. Juni
Heute ist für mich Kinotag und ich finde nun die Zeit und Ruhe, mir die drei weiteren interessanten Filme im Kino Kiwi Loge anzusehen. Falls ich es mir dann doch noch anders überlegen sollte, steht es mir offen, als Zuschauer der Tanzperformance «Nifou & Woongo» noch einmal im Theater am Gleis aufzukreuzen.

Dienstag, 6. Juni
Diesen Tag kann ich entspannt im Sessel geniessen und in Gedanken die vielen schönen Erlebnisse an Afro-Pfingsten 2017 Revue passieren lassen. Und mich bereits auf die 28. Ausgabe des Kulturenfestivals im nächsten Jahr freuen.
 

Fehler gefunden?