Juso will Ausschaffung einer 17-Jährigen verhindern
Die 17-jährige Dzejla Ledinic aus Winterthur soll mit ihrer Mutter bis Ende September die Schweiz verlassen. Dies berichtete «20 Minuten». Die Juso Winterthur will die Ausschaffung verhindern.
Die Mitteilung der Juso (Quelle: Facebook):
Auf Facebook schreibt die Partei: «Die geplante, völlig willkürliche Ausschaffung einer 17-Jährigen aus Winterthur schockiert und erzürnt uns zu tiefst. Die Juso Winterthur spricht sich ganz klar gegen jegliche Ausschaffungen aus. Unsere Solidarität gilt der betroffenen Dzejla!»
An der Vollversammlung am Donnerstagabend wollen die Juso-Mitglieder diskutieren, was gegen diese «menschenfeindliche Praxis» unternommen werden könne.
14 der 17 Lebensjahre in der Schweiz verbracht
Dzejla Ledinic ist gemäss «20 Minuten» als Dreijährige in die Schweiz gekommen. Die Winterthurerin besuchte hier den Kindergarten, die Volksschule und das 10. Schuljahr. Anschliessend machte sie ein Jahr Praktikum als Fachfrau Betreuung. Anfang August hat sie nun eine Lehre in diesem Beruf begonnen.
Wie Dzejla Ledinic gegenüber «20 Minuten» berichtete, sei der Grund für die Ausschaffung, dass ihre Mutter zu viel Sozialhilfe benötige. Die 17-Jährige kann diesen Entscheid nicht nachvollziehen. «Neun Monate später wäre ich volljährig und könnte in der Schweiz bleiben. Das Migrationsamt findet aber, dass mein Fall kein Härtefall ist», sagte sie zu «20 Minuten». Das Heimatland ihrer Mutter, Montenegro, sei für sie ein fremdes Land, alle ihre Freunde würden in der Schweiz leben. Auch könne sie nicht gut Serbisch. (red)

