Züriost-Leser fallen nicht auf Aprilscherz rein
Kurz vor 15 Uhr schlich am 1. April ein älterer Herr mit Dächlikappe vor dem Eingang der Seebadi Niederuster herum. Er war von der Bushaltestelle her gekommen, schaute auf Höhe Seebadi verstohlen zum Eingang und machte dann wieder kehrt.
Er war offensichtlich der Einzige, der auf den Aprilscherz von Züriost hereingefallen war. Ansonsten gaben sich die Ustermer keine Blösse. An diesem kalten und teilweise nassen Ostersonntagnachmittag waren nur einzelne Paare und Familie am Greifensee unterwegs, die sich offensichtlich nicht für Milo Moiré interessierten.
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Nicht nur Züriost erlaubte sich einen Scherz.
Moiré-Artikel wurde gelesen, aber...
Die Luzerner Künstlerin am Ostersonntag in der Seebadi Niederuster – nackt. Die 35-Jährige hatte eigentlich am Blaueierschwimmen am Ostermontag teilnehmen wollen, wurde aber von den Veranstaltern abgewiesen. So ein Auftritt habe an einem Anlass, an dem auch viele Familien mit Kindern teilnehmen, nichts zu suchen – sagten sie. Deshalb plante Moiré am Ostersonntagnachmittag ihr eigenes Blaueierschwimmen mit Kunstperformance in der Seebadi Uster. Interessierte waren eingeladen, dem Spektakel mit einem Badetuch beizuwohnen und Milo nach dem Schwumm im See abzutrocknen.
Das hatte Züriost am Ostersonntagmorgen, 1. April berichtet. Über 1000 Leser hatten den Aufruf gesehen, gefolgt waren sie ihm nicht – sie hatten entweder den Aprilscherz durchschaut oder scherten sich nicht um einen allfälligen Auftritt von Milo Moiré. Statt der Nacktkünstlerin hätte es für sie immerhin Schoko-Ostereier gegeben. Diese werden nun auf der Redaktion landen.

