Martin Zürrer und Dominic Brem sind über den Entwurf der neuen Moorschutzverordnung gebeugt, die das Gebiet «Brandschänki» im Westen von Uster betrifft. Beide schütteln den Kopf. «Die Signale des Kantons sind widersprüchlich. Und sein Vorgehen ist nicht nachvollziehbar», sagt Zürrer.
Moor grösser kartiert
Die neue Moorschutzverordnung entscheidet wesentlich mit, ob die geplante Strasse «Uster West» gebaut werden kann. Zürrer und Brem bekämpfen das Projekt seit Jahren. Beide sind im Vorstand des Vereins «Lebensqualität Uster West», der rund 130 Mitglieder zählt.
Der neue Entwurf zur Moorschutzverordnung definiert das «Brandschänkiried» als deutlich grösseres Gebiet, als das bisher der Fall war. Dieser neueste Entwurf wurde notwendig, weil unter anderem der Verein «Lebensqualität Uster West» gegen einen vorherigen Entwurf rekurrierte und dabei Recht bekam (siehe Box).
Jahrelanger Streit
Über die geplante Strasse «Uster West» wird seit Jahren gestritten. Sie soll künftig den Verkehr von der Winterthurerstrasse aus über das Gebiet der Loren und dann via einen Viadukt über die Bahngeleise zur Zürichstrasse führen. Ziel ist es, damit die Ustermer Innenstadt zu entlasten. Der Kantonsrat hat 2012 einen Kredit über 21 Millionen Franken bewilligt. Verschiedene Rekurse blockieren die Realisierung aber seitdem. Unter anderem muss zuerst der Moorschutz geregelt werden. Einen ersten Entwurf für eine Schutzverordnung musste die Baudirektion auf Geheiss des Regierungsrats überarbeiten – diese überarbeite Revision steht jetzt zur Debatte.

