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«Roger Federer wollte mich auch mitnehmen»

Sherin Scheerle aus Egg durfte Andy Murray beim Match for Africa gegen Roger Federer auf den Platz im voll besetzten Hallenstadion begleiten. Die Viertklässlerin verbrachte einen unvergesslichen Abend.

«Roger Federer wollte mich auch mitnehmen»

Eigentlich hätte Sherin Scheerle an diesem Dienstag frei. Nachdem sie erfuhr, dass sie am Montag am Match for Africa, dem dritten Benefizspiel für Roger Federers Stiftung, als «Escort Kid» dabei sein würde, nahm sie vorsorglich einen Jokertag, um am nächsten Tag der Schule fernbleiben zu dürfen. «Wir kamen erst nach 2 Uhr morgens ins Bett», erzählt sie.

Doch die Turnstunde um 11 Uhr liess sich die 10-Jährige aus Egg dann doch nicht entgehen. Nicht nur, um ihre neuen Sportklamotten, Schuhe und einen Rucksack auszuprobieren, die sie mit nach Hause nehmen durfte, sondern auch, um ihren Mitschülern vom besonderen Erlebnis zu berichten.

Voreiliger Federer

Der grosse Moment für die Viertklässlerin kam kurz nach 20 Uhr. In den Katakomben des Zürcher Hallenstadions machten sich Roger Federer und Andy Murray für ihren Einsatz bereit. Und mittendrin wartete Sherin, die zuvor von zwei Stylistinnen geschminkt und frisiert worden war: Selbst leidenschaftliche Tennisspielerin, hatte sie sich bei «Tele Züri» mit einem Video dafür beworben, an der Hand Murrays ins Stadion einzulaufen. Sie gewann den Wettbewerb und durfte den Schotten unter Dudelsackklängen auf den Platz begleiten.

(Video: Marcel Birrer)

Dabei hätte es zuvor fast noch einen Irrtum gegeben. Verantwortlich dafür: der Maestro höchstselbst. «Roger Federer wollte nicht nur zusammen mit dem ihm zugeteilten Jungen losgehen, sondern auch mich mitnehmen», sagt Sherin. «Dann hat ihm aber jemand gesagt, dass nur ein Kind pro Spieler vorgesehen sei und ich mit Murray gehen würde.» Die witzige Szene setzte sich auf dem Platz fort, als Federer Sherin noch einmal herzlich begrüsste und sich bei Murray dafür bedankte, dass dieser das Mädchen stattdessen an die Hand genommen hatte.

Sie habe Federer «schon lange sehen wollen», sich aber auch mit der britischen Nummer 1 der Welt gut anfreunden können. Murray habe sie nett empfangen. Da sie aber erst wenig Englisch spricht, hätten sie weiter nicht gross miteinander geredet. Dennoch gehört Andy Murray zu den Vorbildern Sherins, die rund zehn Stunden pro Woche auf dem Tennisplatz verbringt. «Ich würde ihn gerne einmal wiedersehen. Und King Roger natürlich auch.»

Der coolste Tag im Leben

So nah wie auf dem Platz kam Sherin den beiden Tennisstars danach nicht mehr. Zusammen mit ihrem Vater durfte sie sich das Spiel aber von den Rängen ansehen. Auch Reto Scheerle, der mit seiner Tochter gelegentlich Tennis spielt, genoss die Atmosphäre. «Wenn Federer seine Vorhand auspackte, ging jeweils ein Raunen durch das Publikum. Das ist schon beeindruckend und fast wie von einem anderen Stern.»

Ausklingen liessen die beiden den Abend dann im Bauch des Hallenstadions, wo Federers Sponsoren diverse Attraktionen bereithielten. Für Sherin ist klar: «Das war der coolste Tag in meinem Leben!»

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