Bekanntheit im Kanton erlangte der Kreisel vor allem als Scherbenhaufen: Viermal krachte ein Auto in die Glassteine. Fast zehn Jahren prangte der Ring aus Glasbausteinen auf dem Kreisel an der Kempttal- und Zürcherstrasse in Fehraltorf. Der letzte Unfall im September wird dem «Schwimmbadkreisel» nun zum Verhängnis: Die Gemeinde verzichtet auf den Wiederaufbau.
Die Gemeinde Fehraltorf führte eine Facebook-Umfrage zum Wiederaufbau durch. Das Resultat fiel knapp aus: Rund 560 Personen sprachen sich für den Wiederaufbau aus, 620 dagegen.
«Hat seit Anfang an polarisiert»
Das Ergebnis war eine Überraschung für den Gemeinderat. Er rechnete fest mit mehrheitlich positiven Stimmen und hatte sogar schon einen Lieferanten gesucht, der die neuen Glassteine herstellt (wir berichteten). «Wir gingen davon aus, dass der Schwimmbadkreisel inzwischen ein Identifikationsobjekt für die Fehraltorfer geworden ist», sagt Gemeindepräsident Wilfried Ott (SVP).
Diese Annahme habe sich in der Umfrage als falsch herausgestellt. «Dafür hätten zwei Drittel der Teilnehmer ihre Zustimmung für den Wiederaufbau geben müssen», so Ott. «Aber wenn ich ehrlich bin, hat der Kreisel seit Anfang an polarisiert.»
