Sie wurde als erste Frau an die Spitze der Baumer Exekutive gewählt und prägte die Gemeinde während sieben Jahren. Jetzt tritt Marianne Heimgartner (EVP) als Gemeindepräsidentin von Bauma zurück. Ihr Rücktritt habe nichts mit ihren Aufgaben als Gemeindepräsidentin zu tun, versichert Heimgartner. «Ich habe meine Ämter im Dienst der Gemeinde gerne ausgeführt.»
Grund seien nicht politische, sondern berufliche Überlegungen. «Als ich mich vor ein paar Jahren dafür entschied, mich stärker für die Politik zu engagieren, stellte ich dafür meine beruflichen Pläne zurück.» Jetzt habe sie ein vielversprechendes Angebot als Dozentin an der Höheren Fachschule Uster erhalten. «Diese Gelegenheit will ich ergreifen.» Leider könne sie damit nicht zuwarten. In zwei Jahren, wenn die jetzige Legislatur abläuft, wird die Stelle nicht mehr zur Verfügung stehen.
Günstiger Zeitpunkt
Sie habe sich die Entscheidung nicht leicht gemacht, sagt Heimgartner. «Aber der Zeitpunkt für einen Rücktritt ist jetzt günstig.» Viele Projekte, mit denen sie sich in den letzten Jahren beschäftigt habe, seien abgeschlossen. «Insbesondere die Eingemeindung von Sternenberg und die personellen Rochaden in der Verwaltung.» Dort kam es infolge diverser Pensionierungen zu personellen Engpässen, die nur mit Aushilfen aufgefangen werden konnten. Inzwischen seien alle relevanten Posten wieder gut besetzt.
Andererseits stünden in naher Zukunft mehrere neue, grössere Projekte an. «Zum Beispiel der Umbau und das neue Betriebskonzept im Alters- und Pflegeheim Böndler oder die Sanierungen des Gemeindehauses und des Hallenbads», sagt Heimgartner. Mit ihrem Rücktritt könne das neue Gemeindepräsidium diese Projekte von Anfang an begleiten. «Bei den nächsten regulären Gemeinderatswahlen in zwei Jahren wären wir schon wieder mittendrin.»

