Tumultartige Szenen ereignen sich im «Schwert»-Saal in Wald, als die Stimmbürger über den Rückweisungsantrag zum Budget abstimmen. Rufe schallen durch den Raum. Der Zeitpunkt, sich zu äussern, ist sichtlich schlecht, denn zahlreiche Hände sind erhoben, die Stimmenzähler gehen durch die Reihen.
«Wollen Sie sich zum Geschäft noch äussern? Wenn ja, dann kommen Sie nach vorn», sagt Gemeindepräsident Ernst Kocher (SVP). Die Stimmbürger verneinen. Viele der 194 erschienenen Stimmberechtigten erheben nochmals ihre Hände. «Für was stimmen wir jetzt ab, für die Rückweisung oder für die Genehmigung des Budgets?», fragt ein Bürger im Publikum. Die Augen vieler Walder verdrehen sich, sie nehmen genervt die Hände runter. Kocher erklärt dreimal die Abstimmungsregeln, bevor es weitergeht.
Einschneidende Folgen
Was sich am Dienstagabend, 13. Dezember 2016 im «Schwert»-Saal in Wald abspielt, ist weniger ein Abstimmungskrimi als viel mehr eine Komödie. Das Resultat der Walder Gemeindeversammlung hat jedoch einschneidende Folgen. Das Stimmvolk weist das Budget 2017 samt Steuerfusserhöhung von 119 auf 122 Prozent und den Stellenplan mit 101 zu 77 Stimmen zurück.
Weitere Verschuldung

