Nach den starken Regenfällen der vergangenen Tage haben sich im Tösstal am Donnerstagabend erneut zwei Hangrutsche ereignet. Gemäss SBB-Mediensprecher Reto Schärli fuhr kurz vor 18.30 Uhr eine S26 zwischen Wald und Gibswil in einen Hangrutsch. Der Zug wurde vom Lösch- und Rettungszug aus Rapperswil nach Gibswil abgeschleppt, wo die Reisenden am Perron aussteigen konnten. Verletzt wurde niemand.
Rund zehn Minuten später löste sich zwischen Gibswil und Fischenthal ein zweiter Hangrutsch. Die Bahnstrecke blieb bis Betriebsschluss gesperrt - ab 19.30 Uhr verkehrten zwischen Fischenthal und Rüti Ersatzbusse.
Gemäss einer Leserin war auch die Feuerwehr Fischenthal im Einsatz. «Eine Bau-Equipe der SBB konnte die Gleise noch am Abend freiräumen», sagt Schärli. In der Nacht auf heute Freitag habe dann ein Geologe die Situation beurteilt und entschieden, die Strecke wieder freizugeben, sodass der Bahnverkehr durchs Tösstal heute um 5 Uhr wieder normal aufgenommen werden konnte.
Hangrutsche sind immer möglich
Schon am Silvestermorgen waren zwischen Wald und Gibswil einige wenige Kubikmeter Erde aus dem steilen Waldstück abgerutscht und hatten das Gleis teilweise verschüttet. Aus Sicherheitsgründen war die Strecke den ganzen Tag über gesperrt geblieben. «Heute ist das Wetter wieder gut, die Situation sollte sich beruhigen», sagt Schärli. «Aber wenn es sehr stark regnet, kann man solche Hangrutsche bei sehr steilen Hängen halt nie ganz ausschliessen.» Grundsätzlich seien die beiden Hänge nicht instabil gewesen. «Sonst hätte der Geologe sie nicht wieder freigegeben.»

