Antennen-Gegner wollen bis vor Bundesgericht ziehen
Die Fotografie zeigt eine Winterlandschaft. Zwischen eingeschneiten Tannen steht eine einfache Holzhütte. Im Vordergrund tapst ein kleiner Hund durch den Schnee. Das Bild stammt aus dem Alpsteingebiet und zeigt das Refugium von Kathrin Luginbühl. Hierhin zieht sich die Hadlikerin zurück, um sich zu erholen.
Dann reist sie ins Appenzellerland, kauft für eine Woche Lebensmittel ein und steigt mit vollgepacktem Rucksack auf 1100 Meter hoch. «Strahlenreduit» nennt sie ihr abgelegenes Heimetli. Sie spricht von einer «Flucht im wahrsten Sinne des Wortes» – einer Flucht vor der Mobilfunkstrahlung, unter der sie seit Jahren leide.
Kathrin Luginbühl bezeichnet sich selbst als hochgradig elektrosensibel. Das äussert sich in Schlaf-, und Konzentrationsstörungen, Herz-Kreislaufbeschwerden sowie Blutbildveränderungen. Ihren Beruf als Sekretärin und später als Heilpraktikerin musste sie aufgeben. Sie hat seit 1999 den Wohnort fünf Mal gewechselt – jedes Mal waren neue Handy-Antennen in der Nachbarschaft der Grund. Als Hadlikon vor bald acht Jahren antennenfrei wurde, kehrte Luginbühl ins elterliche Haus zurück.
Ungemach vor dem Fenster

