Baumeister der Baumer Hallenbad-Baustelle ist in Konkurs
Pünkltiches Bauende ungewiss
Eine wichtige Firma des «Halli»-Umbaus stellt den Betrieb ein. Die Gemeinde sucht nun nach Alternativen – und will vor allem nicht doppelt bezahlen.
Die Gemeinde Bauma saniert seit rund einem Jahr ihr Hallenbad. Bis im nächsten Februar sollen die Arbeiten abgeschlossen und das «Halli» bereit sein für die grosse Neueröffnung.
Doch nun hat die Gemeinde ein Problem: Der Baumeister, die Piatti + Bürgin Bau AG aus Dietlikon, ist zahlungsunfähig und muss den Betrieb einstellen.
«Wir haben die Nachricht letzte Woche erhalten, zwei Tage bevor der Konkurs eröffnet wurde», sagt Gemeindeschreiber Roberto Fröhlich.
Für die Gemeinde kam dies unerwartet. «Man hatte zwar bei manchen Mitarbeitern der Firma eine Unruhe bemerkt, aber gesagt wurde nichts.»
Enger Kontakt mit Konkursverwaltung
Die Sanierung des Hallenbads kostet rund 11 Millionen Franken. Die Baumeisterfirma hatte davon Aufträge in Höhe von 667’000 Franken, die im August 2021 vergeben wurden. Rund 540’000 Franken davon sind bereits bezahlt und verbaut.
Wir werden die noch ausstehenden Arbeiten nun an andere Unternehmen vergeben.»
Roberto Fröhlich
Gemeindeschreiber von Bauma
Aber es sind noch statische Massnahmen wie der Einbau von Stahlträgern offen. Denn erst danach können die technischen Installationen montiert werden.
«Wir werden die noch ausstehenden Arbeiten nun an andere Unternehmen vergeben», sagt Fröhlich. Dabei stehe die Baukommission in engem Kontakt mit der Konkursverwaltung. «Nicht, dass wir am Schluss doppelt bezahlen müssen.»
Fröhlich ist guten Mutes, dass die Arbeiten auf der «Halli»-Baustelle bald weitergehen. Aktuell ist zwar noch unklar, ob der Konkurs des Unternehmens zu weiteren Verzögerungen bei der Neueröffnung des Hallenbads führt. «Aber im Moment halten wir am geplanten Eröffnungstermin nach den nächsten Sportferien fest.»