Bank BSU mit starkem Ergebnis in anspruchsvollem Umfeld
Zinserfolg gesteigert
Trotz Nullzinspolitik der Schweizerischen Nationalbank (SNB) hat die Bank BSU ihre Erträge mit den Zinsen steigern können. Das Resultat ist ein Gewinnsprung.
Die kleinste der drei Genossenschaftsbanken in der Region hat den Erfolg aus ihrer Geschäftstätigkeit und entsprechend auch den Reingewinn im vergangenen Jahr um fast 50 Prozent steigern können.
Der Geschäftserfolg belief sich im Jahr 2025 auf 2,175 Millionen Franken. Das sind 701’000 Franken mehr als im Vorjahr. Nach Verbuchung des Steueraufwands resultiert ein Jahresgewinn von 1,762 Millionen Franken, 48,2 Prozent mehr als noch 2024.
Das ist nicht selbstverständlich für eine Bank, die auf der einen Seite Kundengelder entgegennimmt und auf der anderen Seite Hypothekardarlehen ausgibt und folglich von der Differenz der Zinsen lebt. Im Juni 2025 hat die SNB den Leitzins nach 2022 wieder auf 0 Prozent gesenkt und damit den Spielraum der Geschäftsbanken weiter eingeengt.
Auch der Zinsertrag der Bank BSU ging dadurch zurück. Da die Bank aber auch ihre Zinsaufwendungen reduzieren konnte, resultierte 2025 in ihrem Kerngeschäft ein Nettoerfolg von 11,017 Millionen Franken, eine Steigerung von 4,1 Prozent.
Höhere Zinsmarge
Beim Blick in die Bilanz fällt auf, dass die Kassenobligationen und die Pfandbriefdarlehen im Jahr 2025 gesunken sind; dafür stiegen die Kundeneinlagen. Das lässt den Schluss zu, dass es der Bank gelungen ist, einen Teil ihrer Refinanzierung von den eher teuren Darlehen und Anleihen in günstigere Gefilde zu transferieren.
«Das Zinsumfeld ist anspruchsvoll», sagt Damian Lanter, Vorsitzender der Geschäftsleitung. «Trotzdem ist es uns gelungen, die Marge zu verbessern.» Dass die Hypothekarkredite um 0,5 Prozent zurückgegangen sind, ist zu verschmerzen.

Die Banken sind allgemein selektiver geworden bei der Vergabe von Hypothekarkrediten: Wer beispielsweise die Kriterien der Tragbarkeit nicht erfüllt, der erhält keine Hypothek, oder er bezahlt höhere Zinsen.
Rentabilität vor Wachstum
Die Bank BSU schreibt dies in ihrer Mitteilung zum Jahresergebnis so: Man habe der «Rentabilität des Kreditportfolios gegenüber dem reinen Wachstum die höhere Priorität eingeräumt». Weniger Kredite auf der einen Seite der Bilanz, weniger Anleihen und Darlehen auf der anderen Seite bedeuten eines: Die Bilanzsumme hat sich leicht reduziert – um 1,3 Prozent auf 1,198 Milliarden Franken.
Das Eigenkapital legte um 1,7 Prozent auf 94,7 Millionen zu und liegt deutlich über den regulatorischen Anforderungen.
Im Jahr 2025 habe man gezielt in die IT-Sicherheit investiert und die Zukunftsfähigkeit der digitalen Infrastruktur sichergestellt, schreibt die Bank. Anfang 2026 wurde die neue Website aufgeschaltet. Und die neuen E-Banking- und Mobile-Banking-Lösungen sollen demnächst in der Breite ausgerollt werden.