Bank Avera und Zürcher Landbank gehen getrennte Wege
Zürcher Regionalbanken
2015 gingen die Bank Avera und die Zürcher Landbank eine Partnerschaft ein – mit grossen Erwartungen. Weil diese nicht wie erhofft ausfielen, haben sie sich auf einen Alleingang geeinigt. Mit Einfluss auf die Besitzverhältnisse.
Die Bank Avera beendet ihre Partnerschaft mit der Zürcher Landbank. Das schreibt die Bank mit Sitz in Wetzikon in einer Mitteilung.
Die Verbindung der beiden Geldinstitute reicht zurück ins Jahr 2015, als man eine strategische Partnerschaft einging. Per Ende 2019 trat die Bank Avera aus dem Bankenverbund Clientis aus. Mit diesem Wechsel streifte sie auch ihren damaligen Namen, Clientis Zürcher Regionalbank, ab.
Gemeinsam mit der Zürcher Landbank wechselte man auf eine gemeinsame Finanzplattform. Geplant war eine Zusammenarbeit in verschiedenen Bereichen. Teil des Vorhabens war damals, dass sich die Bank Avera mit 25 Prozent an der Bank aus Elgg beteiligte.
Doch das Projekt brachte nicht die erhofften Synergien. Die Zürcher Landbank bezog ihrerseits ab 2023 wieder Dienstleistungen von der Clientis – eben jenem Verbund, von dem sich die Bank Avera 2019 losgeeist hatte. Das Vorhaben wurde abgebrochen. Übrig blieb eine rein finanzielle Partnerschaft.
Banken konzentrieren sich auf Stammlande
Aus diesem Grund haben die beiden Banken im März beschlossen, eine «komplette Entflechtung» anzustreben. Die Zürcher Landbank wird schrittweise über zwei Jahre die gesamte 25-Prozent-Beteiligung von der Bank Avera zurückkaufen und bei bestehenden und neuen Aktionärinnen und Aktionären im Marktgebiet platzieren.
Dieses Vorgehen erlaube beiden Banken, sich auf ihre eigene Strategie und Region zu fokussieren. Der Rückkauf der Beteiligung, so heisst es in der Mitteilung weiter, erfolgt in beidseitigem Einvernehmen der beiden nachbarschaftlichen Regionalbanken.