Bade(s)pass Zürioberland ab diesem Jahr ohne Hallenbad Uster
Eingeschränktes Angebot
Von Mai bis September hat man mit dem Bade(s)pass Eintritt in 14 Bäder der Region. Bisher dabei war auch das Hallenbad Uster. Doch eine Tarifanpassung führte zum Austritt aus dem Projekt.
Heute planschen in Gossau, morgen in Auslikon am Pfäffikersee, am nächsten Tag in der Badi Hinwil: Der Bade(s)pass erlaubt es seit 2012, mit einem Abonnement zahlreiche Insitutionen im Bäderverbund Zürioberland zu besuchen. Derzeit umfasst das Angebot 14 Bäder.
Zahlreiche Oberländerinnen und Oberländer profitierten vom Kombi-Angebot der verschiedenen Bäder – oftmals auch aus dem Grund, bei schlechtem Wetter spontan auf die Hallenbäder Wald oder Uster ausweichen zu können. Doch das ändert sich jetzt.
«Beachten Sie, dass die Bäder jährlich wechseln können und dass das Hallenbad Uster in der Saison 2026 nicht im Bade(s)pass inbegriffen ist», heisst es im Informationsschreiben der Standortförderung Zürioberland, in dem auf den Verkaufsstart hingewiesen wird.
Den Grund dafür führt Alexandra Frick, Leiterin der Leistungsgruppe Sportanlagen in Uster, aus: «Nachdem der Finanzierungsschlüssel per 2025 angepasst wurde, sind die Tarifstrukturen des Hallenbads Uster langfristig nicht mit dem Pass vereinbar.»
Der Preis für einen Bade(s)pass liegt bei 50 Franken für Kinder im Alter von 6 bis 18 Jahren und 105 Franken für Erwachsene ab 19 Jahren. Lange wurde der Erlös der verkauften Abonnemente je nach Grösse, Angebot und Tarif der Bäder entsprechend aufgeteilt. Gemäss neuem Finanzierungsschlüssel wird seit 2025 aber jedes Bad gleich gewichtet, verdient also pro Eintritt gleich viel mit.
«Das stimmt für uns nicht mehr», sagt Frick. «Das Hallenbad Uster ist eines der grössten öffentlichen Bäder der Schweiz und daher nicht mit einem Freibad vergleichbar.» Man habe das Gespräch gesucht und Alternativen vorgeschlagen. «Etwa, dass das Hallenbad im Verteilschlüssel doppelt so viel zählt wie ein Freibad – sogar das Eineinhalbfache stand zur Diskussion. Leider konnte man sich auf keine für alle zufriedenstellende Lösung einigen.»
Beispielhafte überkommunale Zusammenarbeit
«Wir bedauern den Austritt des Hallenbads Uster sehr», sagt Mirjam Wüthrich, Leiterin Geschäftsfeld Tourismus bei der Standortförderung Zürioberland. «Es war eine beliebte Angebotsergänzung.»
2012 wurde der Bade(s)pass ins Leben gerufen, bereits damals beteiligten sich 13 Bäder. Sowohl das Dorf- als auch das Strandbad Uster gehörten von Beginn an dazu und sind nach wie vor Teil des Angebots. Das Hallenbad Uster stiess erst 2020 dazu. Eine Pause gab es 2023, als ein Teil des Bads saniert wurde und für einige Monate gesperrt war.
In den ersten zehn Jahren kostete der Pass 90 Franken für Erwachsene und 40 Franken für Kinder. 2022 wurden die Preise erstmals angehoben. «Bis 2024 wurde zusätzlich zum regulären Preis eine Ausstellgebühr à 10 Franken erhoben. «Diese konnte mit der Revision des Verteilschlüssels zugunsten der Gäste aufgehoben werden», sagt Wüthrich.
Da sich die Tarifstrukturen der einzelnen Gemeinden unterscheiden, sorgte der Verteilschlüssel immer wieder für Diskussionen. «Darum wurde der Verteilschlüssel auf Wunsch und in Zusammenarbeit mit den Gemeinden überarbeitet und per 2025 angepasst.»
Obwohl das Hallenbad Uster nun nicht mehr im Bade(s)pass inbegriffen ist, macht sich Mirjam Wüthrich keine Sorgen, dass dieser Austritt eine Art Signalwirkung haben und das Projekt sogar langfristig auf der Kippe stehen könnte. «Das Angebot ist beispielhaft für die überkommunale Zusammenarbeit in der Region.» Der Wille, dieses weiterzuführen, sei bei allen Beteiligten ausgeprägt. «Wir bleiben mit der Stadt Uster im Gespräch für eine künftige Reintegration.»
Der Bade(s)pass 2026
Mit dem Bade(s)pass hat man vom 1. Mai bis zum 30. September Zugang zu folgenden Bädern:
Seebäder: Strandbad Auslikon, Badi Egelsee in Bubikon, Strandbad Stampf in Rapperswil-Jona, Strandbad Uster.
Freibäder: Schwimmbad Tannenberg in Gossau, Schwimmbad Tränkibach in Grüningen, Badi Hinwil, Schwimmbad Rüti, Schwimmbad Steg, Schwimmbad Neuguet in Turbenthal, Dorfbad Uster, Badi im Dorf Wald, Schwimmbad Meierwiesen in Wetzikon.
Hallenbad: Hallenbad Wald.
Weitere Informationen unter www.zuerioberland.ch.