Aussenseiter EHCW überrascht positiv
Der EHC Wetzikon war beim MHL-Tabellenzweiten Franches-Montagnes ein gleichwertiger Gegner und sicherte sich verdient einen Punkt.
Im letzten Spiel der MHL-Qualifikation holte der EHC Wetzikon im Auswärtsspiel gegen den HC Franches-Montagnes bei einer knappen 2:3-Niederlage nach Penaltyschiessen einen wichtigen Punkt. Dank diesem überholten die Oberländer den SC Lyss in der Tabelle und geben den zweitletzten Rang an die Seeländer ab. Gegen diese spielen die Wetziker nun zwei weitere Partien um die Teilnahme an den Playoffs. In den sogenannten Play-In werden die letzten zwei Playoff-Plätze vergeben.
433 Zuschauerinnen und Zuschauer sahen im Jura eine hartumkämpfte, spannende Partie, in welcher der Aussenseiter aus dem Zürcher Oberland durchaus positiv überraschte. Nachdem der Wetziker Topscorer Gian Andrea Thöny mit einem frühen Treffer seine Torflaute beenden konnte, vermochten er und seine Mitstreiter den 1:0-Vorsprung bis nach Spielmitte zu halten.
Auch nachdem das Spiel zu kippen drohte, als die Gastgeber in der 45. Minute die 2:1-Führung erzwangen, gaben die Besucher nicht auf. Sie schafften in der zweitletzten Minute der regulären Spielzeit doch noch den 2:2-Ausgleich. Ohne Torhüter, mit einem sechsten Feldspieler gegen vier bei einer Strafe des Gegners – das ging für einmal gut zugunsten der Wetziker.
In der Verlängerung hatten Letztere mehr Scheibenbesitz, doch ein Torerfolg blieb aus. Im nachfolgenden Penaltyschiessen führten die Oberländer vorerst durch einen Treffer von Andrea Zanolari. Sie wurden dann aber, weil weitere Erfolge ausblieben, von den Gastgebern noch abgefangen. Diese trafen zweimal und rissen so den Sieg an sich.
Der EHCW ist gleichwertig
Immerhin: DerEHC Wetzikon überzeugte mit einer starken Leistung und stieg für einmal konzentriert in die Partie. Und die frühe Führung tat dem Team von Cédric Hüsler sichtlich gut und brachte eine gewisse Sicherheit. Zudem spielte Hüter Tim Meier eine tadellose Partie und glänzte mit zahlreichen Paraden.
Er stand vor allem im mittleren Abschnitt vermehrt im Mittelpunkt des Geschehens, als die Jurassier viel Druck machten, aber nur gerade einen Treffer zum 1:1-Ausgleich realisieren konnten.
In der restlichen Spielzeit waren die Oberländer durchaus ein gleichwertiger Gegner und hätten bei einer besseren Chancenauswertung auch als Sieger vom Eis gehen können.